OPC Traubenkernextrakt

Wirkung, Anwendung, Studien

Durch Zufall entdeckte der französische Student Jaques Masquelier 1948 bei Untersuchungen im Zuge seiner Doktorarbeit, dass sich Extrakte aus dem braunen Häutchen der Erdnuss positiv auf zahlreiche Stoffwechselvorgänge bei Lebewesen auswirken. Diese Erkenntnis war womöglich die Entdeckung eines der effektivsten Nahrungsergänzungsmittel der modernen Homöopathie. OPC steht für Oligomere Proantho­cyanidine und wird auch als Vitamin P bezeichnet. Es handelt sich hierbei um einen sekundären Pflanzenstoff, einem Flavonol aus der Gruppe der Polyphenole. 

Forscher bewerten den Traubenkernextrakt als das vielleicht stärkste Antioxidant mit natürlichem Vorkommen. Die Einsatzgebiete sowie die positiven Wirkungsweisen sind schier endlos. Im Vergleich zu anderen Ergänzungsmitteln, die ebenso als Wunderwaffen angesehen werden, kann OPC mit noch nennenswerteren Vorzügen auftrumpfen. Zum Beispiel ist das Mittel geschmacksneutral. Die gesundheitsfördernde Schwefelsäure MSM weist dagegen einen sehr bitteren Geschmack auf. Zudem ist OPC weder an Proteine gebunden und kann sowohl mit Fett als auch mit Wasser resorbiert werden. Bestimmte Voraussetzungen sind für die Einnahme also nicht erforderlich. OPC wird häufig mit dem französischen Paradox in Verbindung gebracht. Dieses beschreibt das Phänomen, dass die Franzosen aufgrund ihres hohen Rotwein Konsums ein deutlich gesünderes Herz-Kreislauf-System aufweisen als die restliche Weltbevölkerung. Auch die geringe Sterblichkeit aufgrund dieser oder ähnlicher Ursachen ist bemerkenswert. Wie der Name vermuten lässt wird OPC aus der Schale sowie den Kernen roter Trauben gewonnen. Darüber hinaus kommt es auch in anderen Lebensmitteln wie Äpfeln, Cranberries, Erdnüssen, Kokosnüssen oder Heidelbeeren vor. Vor allem der Wissenschaftler Robert Franz wird mit dem Wundermittel in Verbindung gebracht. Bereits in jungen Jahren führte er zahlreiche Experimente hinsichtlich der Anwendung durch und erzielte durchweg positive Ergebnisse. Der gebürtige Rumäne vermarktet inzwischen Produkte unter seiner eigenen Marke und empfiehlt die Einnahme in hoher Konzentration. Seit geraumer Zeit verfolgt er die Vision, seine Begeisterung für OPC in Europa und auf der ganzen Welt zu verbreiten und die Menschen von der enormen Wirksamkeit zu überzeugen.

Wirkung und Anwendung

OPC Präparate sind in allen erdenklichen Darreichungsformen erhältlich. Am gängigsten sind die üblichen Formen wie Pulver oder Kapseln. Hochwertige Qualität versprechen vor allem Bio Produkte, bei denen die Trauben aus kontrolliertem Anbau stammen. Hier kann sich der Verbraucher sicher sein, dass die Früchte nicht mit Spritz- oder Düngemittel behandelt wurden. OPC eignet sich uneingeschränkt für die dauerhafte Einnahme. Kinder profitieren ebenso wie Erwachsene oder alte Menschen von den positiven Einflüssen auf den Körper. Schwangere und Stillende sollten jedoch Rücksprache mit ihrem Arzt halten, bevor sie OPC als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Dieser Warnhinweis ist meistens auch explizit auf der Verpackung vermerkt. Aufgrund einer mangelnden Quantität an Untersuchungsergebnissen zu Nebenwirkungen und Langzeitwirkung existieren keine genauen Dosierungsempfehlungen. In dieser Hinsicht muss der Verbraucher individuell abschätzen, welche Menge seinen Organismus unterstützt. Hilfestellung bei dieser Abwägung geben Hersteller mit Schätzwerten, die der Verbraucher auf der Verpackung findet. Da der Hersteller in diesem Fall die Verantwortung für das Wohlbefinden seines Kunden trägt, ist auf diese Angabe in der Regel Verlass. Das Überschreiten der Empfehlung geschieht auf eigene Gefahr und ist nicht ratsam. Fest steht jedoch, dass OPC seine Wirkung am besten entfaltet, wenn es etwa eine halbe Stunde vor oder nach dem Essen eingenommen wird. Am besten nimmt man das Mittel in Kombination mit Vitamin C und Vitamin E ein, da sich die Vitamine gegenseitig positiv beeinflussen. Milch und deren Produkte können die Bio Verfügbarkeit von OPC allerdings hemmen.

Ist die Wirkungsweise bewiesen?

OPC ist ein homöopathisches Mittel. Diese alternativen Arzneien sind für ihre mangelnden wissenschaftlichen Belege bekannt. Somit überrascht es nicht, dass auch für die Wirksamkeit von OPC nur wenige aussagekräftige Studien vorliegen. Deshalb dürfen Hersteller auf ihren Verpackungen auch nicht mit Gesundheitsversprechen werben. Erwiesen ist jedoch, dass OPC eine sehr hohe Bio Verfügbarkeit aufweist. Diese beträgt bei richtiger Aufnahme sogar 100 %. Der Traubenkernextrakt wird sogleich im Mundraum vom Speichel aufgenommen und schnell in den Blutkreislauf abgegeben. Nach einer Dreiviertelstunde steht er den Organen, Zellen und Muskeln bereits zur vollständig zur Verfügung.

 

Anwendung beim Menschen

Im Internet und der Werbung wird OPC als Wunderwaffe gegen alle Arten von gesundheitlichen Beschwerden angepriesen. Die Bekanntmachung zeigt Erfolg: immer mehr Menschen vertrauen auf das Mittel. Laut Herstellern besitzt es keine Nebenwirkungen, da es sich um ein rein pflanzliches Nahrungsergänzungsmittel handelt. Genaue Dosierungsempfehlungen liegen bisher noch nicht vor. Als Grundregel sollten sich Anwender an 1 bis 2 mg pro kg Körpergewicht orientieren. Diese Angabe ist geschlechtsunspezifisch. Eine Dosierung unter 1 mg zeigt erfahrungsgemäß keine Wirkung. Nach Unfällen, akuten Erkrankungen, Operationen oder intensiver UV-Belastung kann die Dosis jedoch bedarfsgerecht erhöht werden. Nur Menschen mit empfindlichem Magen, dem Reizdarmsyndrom oder einer Traubenallergie sollten das Mittel entweder sehr niedrig dosieren oder sich nach einer gleichwertigen Alternative erkundigen. Wird der Verzehr mit Einschränkungen geringfügiger Symptome vertragen, kann es hilfreich sein, OPC zusammen mit einer Mahlzeit einzunehmen.

 

Bei Akne

Im Hinblick auf das Hautbild steht OPC Anti-Aging Produkten um nichts nach. Indem es die Kollagen- und Elastin Bildung anregt, produziert der Stoffwechsel neue Zellen. Zudem ermöglicht es alten Zellen, sich zu regenerieren. Aber was genau lässt uns äußerlich eigentlich altern? Es sind sogenannte freie Radikale, die die Zellen angreifen. OPC bekämpft diese Stoffe und schützt somit die Zellstruktur. Optisch äußert sich das an einer strafferen Haut. Freie Radikale haben viele Ursachen. Zu den häufigsten zählt zum Beispiel aggressives UV-Licht, das mitunter Hautkrebs verursachen kann. OPC wehrt die schädlichen Einflüsse weites gehend ab und kann auch bei akutem Sonnenbrand Linderung verschaffen.  Das sei laut Forschern auf die entzündungshemmende Eigenschaft von OPC Traubenkernextrakt zurück zu führen. Das Mittel beschleunigt zudem die Wundheilung und kann auch bei Hautirritationen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte helfen. Allerdings hegt die EFSA auch in dieser Hinsicht Zweifel, da keine ausreichenden wissenschaftlich fundierten Belege vorliegen.

 

Haare

Robert Franz beschäftigte sich intensiv mit der Wirkung von OPC auf die Haarstruktur und gelang zu der Überzeugung, dass sich die Dichte nach längerer Einnahme merklich verbessere. Eine japanische Studie unterstützt seine Theorie. Ihr zu Folge fördere OPC die Entwicklung der Haarfolikeln. Zudem spielt auch hier der Effekt, dem auch die Verbesserung des Hautbilds zu Grunde liegt, eine wichtige Rolle. Da OPC sich an die Haarwurzel bindet und an dieser Stelle Kollagen und Elastin bildet, besitzen die Haare mehr Halt. Somit beugt Traubenkernextrakt auch vorzeitigem Haarausfall vor.

 

Augen

Weiterhin nehmen Forscher an, dass OPC gegen Augenkrankheiten hilft. Vordergründig werden

  • Grauer Star
  • Nachtblindheit
  • und die altersbedingte Sehschwäche

mit dem Mittel behandelt.

 

Zähne

OPC kann auch als Spülung verwendet werden. Nach der Anwendung über einen ausreichend langen Zeitraum weisen die Zähne einen deutlich höheren Mineralgehalt auf. Hinzu kommt die entzündungshemmende Eigenschaft des OPC. Dank dieses Vorzugs hilft Traubenkernextrakt effektiv gegen Parodontitis. Die Zahnfleischentzündung entsteht, indem sich Bakterien am Zahnschmelz ansammeln und Beläge bilden, von denen sie sich ernähren. Vor allem in den Zahnzwischenräumen vermehren sich die Bakterien schnell, da die meisten Zahnbürsten diesen Bereich nicht erreichen. Als Spülung gelangt OPC jedoch selbst an diese Stellen und tötet die Bakterien ab. Andernfalls dringen diese über kurz oder lang unter das Zahnfleisch ein und rufen schmerzhafte Zahnfleischtaschen hervor. Von dort aus haben sie leichtes Spiel, in den Blutkreislauf zu geraten und sich im gesamten Körper zu verteilen. Daraus resultieren im schlimmsten Fall lebensbedrohliche Entzündungen der Organe. Indem OPC den Mundraum von Bakterien befreit, schützt es also den ganzen Körper. Selbstverständlich tötet der Stoff auch Bakterien, die Karies verursachen.

 

Darm

Neue Erkenntnisse der Wissenschaft zeigen, dass hauptsächlich der Darm über die Gesundheit des Immunsystems entscheidet. In kaum einem anderen Organ befinden sich derart viele Nerven und Bakterien. Letztere besitzen zwar einen schlechten Ruf, schaden der Gesundheit aber nicht immer. Neben den schädlichen Bakterien existieren auch zahlreiche gute wie zum Beispiel die sogenannten Becherzellen oder Milchsäurebakterien. Bei einem ungesunden Lebensstil oder lang andauernden Antibiotika Therapien nehmen die schlechten Bakterien allerdings Überhand. Das Ungleichgewicht wirkt sich auf die Gesundheit des gesamten Organismus aus. OPC kann die gutartigen Becherzellen sowie Milchsäurebakterien aufbauen und die schlechten Bakterien wie Claudin 2, TNF-?, IL1B und IL-6) verringern. Somit beugt das Mittel auch einer Darmentzündung vor. Weiterhin schützt es die Magenschleimhaut.

 

Herz

Bereits bei der Entdeckung des OPC im Jahre 1948 fand der Forschungsanwärter Jaques Masquelier die erstaunliche Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System fest. Besonders die Gefäße profitieren von der regelmäßigen Einnahme. Indem OPC die Blutfettwerte senkt, erhalten sie mehr Stabilität und Elastizität. Eine sehr fetthaltige Ernährung hat zur Folge, dass sich Cholesterin an den Gefäßwänden ablagert. Diese verhärten und werden aufgrund der Ablagerungen immer enger. Im schlimmsten Fall droht ein Infarkt, wenn die Adern komplett verstopfen. Für das Herz bedeutet das mehr Arbeitsaufwand, um das Blut durch die Gefäße zu pumpen. Obendrein verdünnt OPC das Blut, sodass sich einerseits der Blutfluss verbessert und andererseits Thrombosen durch verklebtes Plasma verhindert werden. Sogenannte oligomere Katechine schützen die Venen und rufen ganz nebenbei auch eine schönere Optik hervor. Besenreißer und Krampfadern verschwinden laut Erfahrungsberichten dank der Einnahme von OPC.

 

Tinnitus

Um zu verstehen, wie OPC bei Tinnitus hilft, ist es ratsam, sich die Ursachen der Ohrgeräusche vor Augen zu führen. Der häufigste Auslöser sind Entzündungen des Körpers, die die Blutgefäße verengen. Dementsprechend nehmen Betroffene das Rauschen des Blutes sowie die Herzleistung akustisch verstärkt wahr. Ebenso kann es sein, dass das Gehirn durch eine Fehlfunktion der Nerven zu wenige akustische Signale empfängt. Um dieses Defizit auszugleichen, produziert es selber Geräusche, deren hohe Frequenz vom Menschen als äußerst unangenehm empfunden wird. Die Lösung ist in beiden Fällen OPC aufgrund seiner entzündungshemmenden und darmreinigenden Eigenschaft. Dass ein durch eine Entzündung verursachter Tinnitus verschwindet, sobald die Entzündung bekämpft wird, versteht sich von selbst. Die entscheidende Rolle des Darms ist manch einem jedoch ein Rätsel. Die meisten Entzündungen entstehen durch Stoffwechselrückstände, die sich aufgrund einer unzureichenden Darmarbeit im Körper ansammeln. Da sich OPC positiv auf die Darmflora auswirkt, wird diesem Prozess vorgebeugt. Auch die blutdrucksenkende Komponente kann einen Teil dazu beitragen, einen Tinnitus verschwinden zu lassen.

 

Depression

Depressionen sind häufig die Ursache eines Vitamin C Mangels. OPC beugt Stimmungsschwankungen aber nicht nur vor, indem es die Aufnahme des Vitamins verbessert. In einer Untersuchung wurden wasserscheue Ratten zum Schwimmen gezwungen. Nach vorheriger Verabreichung von OPC zeigten Abbildungen ihrer Gehirnareale, dass die Tiere weniger Adrenalin ausschütteten. Forscher gehen aufgrund dieser Erkenntnis davon aus, dass Traubenkernextrakt hilft, negative Reize zu unterdrücken. Da OPC die Gehirnmembran problemlos passieren kann, setzt es seine Wirkung unmittelbar im Gefühlszentrum frei.

 

Wechseljahre

Die Wechseljahre stellen eine ganz besondere Lebensphase dar. Der Organismus erfährt eine grundlegende Umstellung. Während der Energiebedarf sinkt, steigt der Vitamin- und Mineralstoffbedarf, um die Stoffwechselfunktionen aufrecht zu erhalten. OPC erhöht bekanntlich die Resorption vieler Vitamine. Diese schützen auch optisch vor Faltenbildung. Eine Studie der John-Hopkins-Universität beschäftigte sich umfassend mit der OPC Wirkung auf die Gehirnzellen (siehe oben). Den Untersuchungen zu Folge verhindert OPC antioxidativen Stress und beugt somit Alzheimer vor.

 

Histaminintoleranz

Eine Allergie liegt immer einer Überreaktion des Körpers zu Grunde. Meistens handelt es sich um einen Auslöser, den der Organismus nicht einschätzen kann, weshalb er ihn zunächst als bedrohlich einstuft. Um diesen Störfaktor abzubauen, produziert er das Hormon Histamin. OPC gleicht diesen Spiegel jedoch wieder aus, sodass allergische Beschwerden nach einiger Dauer der Einnahme verschwinden. Inbegriffen sind auch die entzündlichen Symptome in Folge einer Allergie (zum Beispiel Neurodermitis).

 

Schilddrüse

Da OPC zahlreiche Antioxidantien liefert, verbessert es die Gehirnverbindung zu den übrigen Organen. Besonders wichtig ist dies im Hinblick auf den Hypothalamus, der die Befehle zur Hormonproduktion gibt. Bei einer intakten Kommunikation zwischen Hirnareal und Schilddrüse treten Autoimmunkrankheiten wie zum Beispiel Hashimoto viel seltener auf.

 

Asthma

OPC stärkt das Immunsystem und bekämpft freie Radikale, die im Verdacht stehen, Allergien auszulösen. Wie auch bei der Histaminintoleranz verschwinden die Symptome auch bei Asthma Patienten nach einiger Zeit. In Versuchen mit Ratten konnte der Traubenkernextrakt die Spülflüssigkeit in den Lungen senken und somit das Sauerstoffvolumen erhöhen. OPC hilft überdies bei Lungenentzündungen.

 

Beim Abnehmen

OPC wirkt sich nicht nur gesundheitlich auf den Körper aus, sondern kann auch bei dem Wunsch einer Gewichtsreduktion behilflich sein. Zum einen strafft das Mittel die Haut sowie die Muskulatur, indem es Kollagen bildet. Weiterhin reguliert es den Insulinspiegel, sodass Übergewichtige weniger Heißhungerattacken erleiden. Ein stark abfallender Blutzuckerspiegel macht nicht nur Appetit, eine hohe Insulin Konzentration im Blut hemmt auch die Fettverbrennung. Ist das Übergewicht bedingt durch eine Schilddrüsenunterfunktion, kann OPC auch unter diesen Umständen Nutzen bringen (siehe OPC Schilddrüse). Allerdings dürfen sich Verbraucher nicht versprechen, von der bloßen Einnahme abzunehmen. Eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung im Alltag sind die Grundvoraussetzungen für eine Gewichtsreduktion. In diesem Fall wirkt OPC unterstützend.

OPC für Tiere

OPC wird auch Tieren verabreicht, um deren Gesundheit zu fördern. Nicht selten leiden Haustiere- insbesondere Hunde und Katzen- an ganz ähnlichen Beschwerden wie ihre Besitzer. Vor allem wenn die Tiere altern, treten zunehmend Knorpelverschleiß oder Entzündungen auf. Für Tiere sind die Zähne zudem noch viel wichtiger als beim Menschen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es keine Rolle spielt, in welchem Organismus OPC wirken soll. Allerdings basieren diese Annahmen ebenfalls lediglich auf Vermutungen, nicht aber auf wissenschaftlichen Befunden.

Dieser Aspekt ist bei der Anwendung bei Tieren sogar noch ausschlaggebender. Menschen haben auch die Möglichkeit, OPC aus Nahrungsmitteln aufzunehmen. Tiere sind hingegen weites gehend auf Nahrungsergänzungsmittel angewiesen, da ihnen zu viel Obst und Gemüse nicht bekommt. Während der Traubenkernextrakt aus Nahrungsmitteln erwiesenermaßen Wirkung zeigt, ist der Effekt bei Verabreichung von Nahrungsergänzungsmitteln fraglich. Einen Vorteil hat OPC dann aber doch: das Mittel befreit Menschen von einer Tierhaar-Allergie.

 

Hund

OPC kann bei Hunden die gleichen Vorteile für den Stoffwechsel hervorrufen wie beim Menschen. Dazu liegen allerdings keine aussagekräftigen Studienergebnisse vor. Weiterhin üben Forscher Kritik, da OPC sogenannte ROS zerstört. Diese Radikale greifen zwar die Zellen an, besitzen aber auch positive Eigenschaften für die Gesundheit. Eine zu hohe Dosis ist auf jeden Fall zu vermeiden, da die meisten Hunde an einer Weintraubenintoleranz leiden. Folgende Beschwerden können bei einer Überdosierung auftreten.

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Kolik
  • Apathie
  • verringerter oder gänzlich ausbleibender Harnabsatz
  • Austrocknung von innen
  • Nierenversagen (mit Todesfolge)

 

Katze

Auch für Katzen ist die Wirkung von OPC als Nahrungsergänzung nicht hinreichend erforscht. Dennoch mengen manche Hersteller den Traubenkernextrakt dem Futter unter. Zwar leiden Katzen in seltenen Fällen auch an der Weintraubenintoleranz, die Unverträglichkeit kommt aber weitaus seltener vor als bei Hunden. Katzen, die sich vordergründig draußen aufhalten, profitieren von den positiven Effekten auf den Organismus. Zum Beispiel stärkt OPC die Knorpel und schützt das Immunsystem. Streunende Katzen sind gefährdet, an Würmern zu erkranken, wenn sie die Parasiten durch das Fressen von erkrankten Mäusen aufnehmen. Hinzu kommt, dass Katzen einen schnelleren Stoffwechsel als Menschen besitzen. Somit ist ihr Vitaminbedarf erhöht. OPC kann diesen durch Erhöhen der Bio Verfügbarkeit ausgleichen.

Nebenwirkungen

Gibt es Kritik?

Natürlich belächelt die Schulmedizin das Mittel aufgrund der minderen Beweislage ein wenig. Auch die europäische Behörde für Lebensmittel­sicherheit (EFSA) bewertet die wissenschaftlichen Grundlagen als unzureichend, um OPC als Arzneimittel betiteln zu dürfen. Vor allem die Nebenwirkungen sind derzeit noch unbekannt. Zwar haben sich zahlreiche Forscher in Experimenten umfassend mit dem Traubenkernextrakt beschäftigt, dennoch wurden die Untersuchungen in den meisten Fällen an Tieren durchgeführt. Wenn auch hier nahezu ständig positive Ergebnisse erzielt wurden, lässt sich die Wirksamkeit nicht eins zu eins auf den menschlichen Organismus übertragen.

Studien

Wie bereits erwähnt steht OPC seit seiner Entdeckung im Interesse der Wissenschaft. Allen voran forscht Robert Franz, der wohl größte Anhänger des Mittels, auf diesem Gebiet. Darüber hinaus beschäftigte sich auch die John-Hopkins-Universität mit den Auswirkungen von OPC auf die Gehirnleistung. Dabei fanden die Forscher heraus, dass sich nicht nur die Konzentration ihrer Probanden um durchschnittlich 78 % steigerte, sondern dass OPC auch die Aufnahme der Vitamine C und E verstärkt. Weiter Studien existieren zu

  • dem positiven Einfluss auf das Haarwachstum, die Verminderung von Krampfadern und Besenreißern sowie die Stärkung des Immunsystems (diese Studie besagt unter anderem, dass eine Überdosierung kaum möglich ist und keine ernsthaften Nebenwirkungen zu erwarten sind. Zu diesem Schluss kamen die Forscher, nachdem sie Probanden ein halbes Jahr lang 3500 mg täglich verabreichten.) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3127551
  • der Wirkung auf das Herz-Kreislauf System aus dem Jahr 2016 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26568249
  • der antioxidativen Wirkung aus dem Jahr 2000 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24751946
  • der Hilfe bei Übergewicht https://www.nature.com/articles/1601863
  • der Senkung des Blutdrucks aus dem Jahr 2009 http://www.unifarm-medicom.rs/pdf/MN-BP%20GSE%20in%20PreHyp%20Journal%20of%20Pharmacy%20and%20Nutrition%202012.pdf
  • der Senkung des Cholesterinspiegels aus dem Jahr 2009 https://www.metabolismjournal.com/article/S0026-0495(03)00192-6/abstract
  • der Verbesserung des Hautbilds aus dem Jahr 2004 https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1002/ptr.1537
  • dem Abschwächen von Ödemen aus dem Jahr 2004 https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1002/jsfa.5773
  • dem Einfluss auf die Energiesteigerung aus dem Jahr 2008 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18684077
  • der positiven Auswirkung auf die Zahngesundheit aus dem Jahr 2012 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17062697

 

Nochmals sei allerdings erwähnt, dass der Großteil dieser Studien an Tieren durchgeführt wurde. Ob es sich mit den Ergebnissen beim menschlichen Organismus ebenso verhält, bleibt weiter ungeklärt.

Natur Zentrum Autor

Herbert Havera

Herbert Havera

Herbert Havera ist Autor und beschäftigt sich schon seit mehreren Jahren mit der Thematik Ernährung/ Gesundheit. In seiner Recherche sind mehrere Stunden an Arbeit geflossen bzw. stehen wir generell im engen Kontakt mit Forschungseinrichtungen, Mediziner und Anwendern. Dank der wertvollen Informationen aus unserem Netzwerk, sind wir in der Lage stets fundierte Informationen rund um Heilmittel bieten, die uns die Natur freiwillig anbietet. Der enorme Vorteil von Naturheilmitteln ist, dass sie meistens frei von Nebenwirkungen sind. Dennoch dürfen sie nicht hemmungslos konsumiert werden. Wir klären Sie darüber auf, welche Tagesdosis unbedenklich, ideal und nicht mehr gesund ist. Denn wie Paracelsus schon sagte: „Nichts ist Gift, alles ist Gift – alleine die Dosis macht das Gift“.  Wir bieten Ihnen Informationen stets nach einer fundierten Recherche. Wir forschen intensiv nach den neuesten Studien, in denen sich die Naturheilmittel unter strengen Tests bewähren mussten. Und wo sich ein angepriesenes Mittel nachweislich als Mummenschanz und Quacksalberei entpuppt hat, lassen wir Sie das ebenfalls wissen. 

Quellenangabe

D. C. Herting, E. J. E. Drury: Vitamin E Content of Vegetable Oils and Fats. In: J. Nutr. 81, 1963, S. 4017–4021, PMID 14100992.

Bagchi D, Sen CK, Ray SD, Das DK, Bagchi M, Preuss HG, Vinson JA. Molecular mechanisms of cardioprotection by a novel grape seed proanthocyanidin extract, Mutat Res. 2003 Feb-Mar;523-524:87-97.

Bagchi D, Garg A, Krohn RL, Bagchi M, Tran MX, Stohs SJ. Oxygen free radical scavenging abilities of vitamins C and E, and a grape seed proanthocyanidin extract in vitro, Res Commun Mol Pathol Pharmacol. 1997 Feb;95(2):179-89. 

Simons, Rucker, Gesund länger leben durch OPC, 7. Auflage 2012