MCT Öl

Anwendung, Wirkung, Studie | Wo kaufen?

Wirkung und Anwendung

Die Wirkung von MCT Öl erschließt sich nun, wenn wir verstanden haben, wie mittelkettige Fettsäuren in unserem Körper wirken. Das Abnehmen mit MCT Öl steht dabei scheinbar im Fokus und tatsächlich wird diesem Gebiet viel Aufmerksamkeit geschenkt. Auch wir möchten in Kapitel 4 speziell auf das Abnehmen mit MCT Öl eingehen. Zuvor jedoch widmen wir unsere Aufmerksamkeit den vielen anderen Vorzügen, welche mit dem MCT Öl einhergehen. Mittelkettige Fettsäuren können nicht nur beim Abnehmen helfen oder den Stoffwechsel ankurbeln. 

Haut und Haar

MCT Öl lässt sich auch äußerlich anwenden, sodass wir die Verwendung nicht nur auf die innere Einnahme beschränken müssen. So finden wir zahlreiche Hautprobleme, gegen die MCT Öl tatsächlich eine Hilfe sein kann. Wir sprechen von Warzen, Pilzerkrankungen, Insektenstichen, Neurodermitis und vielen anderen Beschwerden. Doch der Reihe nach:

 

Warzen

MCT Öl ist eine natürliche Alternative zu herkömmlichen Anti-Warzen-Mitteln und kann hier einen entscheidenden Beitrag leisten. Äußerlich angewandt hat MCT Öl keinerlei bekannte Nebenwirkungen. Im Gegenteil; es wirkt effektiv gegen Bakterien, welche Warzen erst verursachen. In der Praxis zeigte sich immer wieder, dass die Warzen binnen kürzester Zeit zurückgingen, ohne weitere Schmerzen zu verursachen. Dies ist der schnellen Bekämpfung der Bakterien geschuldet.

 

Pilzerkrankungen

Auch Pilze können mittels MCT effektiv behandelt werden. So beispielsweise bei lästigem Nagelpilz, der sich bekanntlich äußerst lange hält und mitunter auch ausbreitet, wenn man nichts dagegen unternimmt. Doch nicht nur das, auch gegen Scheidenpilz bei Frauen lässt sich MCT äußerlich anwenden, ohne das natürlich vorkommende Scheidenmilieu zu beeinflussen.

 

Insektenstiche

Kaum zu glauben, aber auch Insekten lassen sich mit Hilfe von MCT Öl fernhalten. Diese weisen eine natürliche Abneigung gegen das Öl auf, sodass dieses den Stichen vorbeugen kann. Auch Zecken und andere bekannte Parasiten halten sich lieber fern von MCT, sodass die Verwendung im Sommer als natürliches Abschreckmittel geeignet ist.

(Einen gleichen Effekt erzielte ich aber auch mit Kokosöl gegen Zecken, nicht bei mir, sondern bei meinem Hund. Ich wälze mich dann doch eher selten in zeckenbesetzten Wiesen!)

 

Herpes

Herpes kommt leider immer wieder und wird auf den Lippen und rund um den Mund sichtbar. Viele Mittel helfen mit der Zeit nicht mehr. MCT kann schnell Abhilfe leisten, dank der der antibakteriellen Wirkung. Auch können auf diese Weise Entzündungen schneller abheilen und der Herpes breitet sich nicht weiter aus. Bestenfalls bleiben zukünftige Herpeserkrankungen ebenfalls aus.

 

Cellulite

Endlich ein effektives Mittel gegen unschöne Cellulite? Womöglich, denn MCT versorgt die Haut mit viel Feuchtigkeit und strafft die Oberfläche der Haut. So wirkt das Hautbild bei regelmäßiger Anwendung gleichmäßiger und jünger. Ich wünsche es zumindest jeder Frau!

 

Neurodermitis

Neurodermitis ist eine entzündliche Erkrankung mit unangenehmen Nebenwirkungen, wie etwa Juckreiz und offenen Stellen. Zwar kann MTC die Erkrankung selbst nicht heilen, die Beschwerden jedoch lindern. So wirkt das Öl entzündungshemmend und die offenen Stellen können schneller abheilen. Dank der feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften wird die Haut langanhaltend mit Feuchtigkeit versorgt und trockener Haut wird vorgebeugt.

 

Schuppenflechte

Gleiches gilt für Patienten mit Schuppenflechte, denn auch sie benötigen Feuchtigkeit ohne Ende. Die Nachbildung der Schuppenflechte kann somit eingeschränkt oder gar vermieden werden. Wichtig wäre aber auch hier eine regelmäßige Anwendung.

 

Pickel und Akne

Die Feuchtigkeit, welche durch das MCT Öl in die Haut gelangt, ist auch gut für unreine Haut, denn das MCT wirkt nicht nachfettend. Es dringt tief in die Haut ein und reagiert dort antientzündlich. So reinigt es die Haut inklusive der Poren und neue Pickel entstehen weniger schnell.

 

Haare

Haare sind oft stumpf, brüchig oder trocken, vor allem im Winter aufgrund der Heizungsluft. Der eine oder andere kennt womöglich bereits die Verwendung von Kokosöl als Haarmaske. Aber auch MCT Öl kann in der Haarpflege angewandt werden, denn auch hier wird das Haar mit Feuchtigkeit versorgt. Das Haar bleibt lange geschmeidig und die einzelnen Haarwurzeln werden stimuliert und gekräftigt. So könnte auch Haarausfall zukünftig vorgebeugt werden, wenn man das Öl regelmäßig verwendet.

 

Falten

Anti-Aging-Effekte in Cremes sind unlängst bekannt, obwohl Falten eigentlich etwas ganz Natürliches sind. Trotzdem möchten wir sie so lange wie möglich vermeiden. MCT Öl kann das Hautbild glätten und einen frischen Teint verleihen. Die Inhaltsstoffe ziehen in die Haut ein, sodass diese glatter, jünger und frischer aussieht.

Cholesterin und Herz

Studien haben gezeigt, dass mittelkettige Fettsäuren auch präventiv bei der Behandlung von Diabetes oder Herzkreislauferkrankungen wirken können. MCT Öl ist zwar bekannt dafür, beim Abnehmen zu helfen, gleichzeitig unterstützt es aber auch das Herz-Kreislauf-System. Diese Tatsache ist nur wenigen Menschen bekannt, dennoch belastet Übergewicht das Herz und alles was damit zusammenhängt. Die Folgen von Übergewicht sind unlängst bekannt – Bluthochdruck, Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen. Im weiteren Verlauf kommt es nicht selten zu Herzinfarkten oder Schlaganfällen, überwiegend bei Menschen mit Übergewicht. Um dem Herzen also etwas Gutes zu tun, sollte man auf sein Gewicht achten. Mit MCT könnte dies leichter gelingen, sofern die Ernährung dennoch ausgeglichen ist.

 

Magen und Darm

Mittelkettige Fettsäuren helfen auch der Darmgesundheit und man spricht davon, dass MCT´s eine natürliche Alternative zu Antibiotika sind. So können sie schädliche Bakterien nachweislich abtöten, ohne dabei die gesunden Bakterien zu vernichten. Leider passiert dies in den meisten Fällen bei der Anwendung von Antibiotika. Die Darmflora wird angegriffen und Bakterien, Pilze oder Parasiten haben leichtes Spiel. Dies ist auch der Grund dafür, weswegen begleitend zu einer Antibiotikagabe ein Magen- und Darmpräparat notwendig ist, sollte man darauf reagieren. MCT Öl unterstützt den Körper hingegen dabei, wichtige Vitamine und Mineralien aufzunehmen, die über die Nahrung zugeführt werden. Gleichzeitig wird die Darmflora ins Gleichgewicht gebracht und die Aufnahmefähigkeit für Nährstoffe kann verbessert werden. Ob man jedoch im Einzelfall auf Antibiotika verzichten kann, sollte vorab mit einem Arzt besprochen werden, ebenso wie es eine eigenverantwortliche Entscheidung ist. Und ja, wir müssen das sagen.

 

Gegen Krebs

MCT Öl soll Ablagerungen an den Blutgefäßwänden verhindern, was der Herzgesundheit enorm zu Gute kommt. Aber kann MCT Öl auch gegen Krebs wirken? Für diese Erklärung sollten wir etwas weiter ausholen. Die Körperzellen benötigen Energie, um Glucose mit Hilfe von Sauerstoff zu verbrennen. Dieser Vorgang wird auch als Zellatmung bezeichnet. Die Mitochondrien, welche dafür benötigt werden, können jedoch diversen freien Radikalen oder Viren ausgesetzt sein. Auch chronische Entzündungen, oder ein übersäuertes Milieu, zerstören sie – die gesunde Zellatmung bleibt schließlich aus. Um jetzt als Zelle nicht zu ersticken, und das meine ich wörtlich, werden andere Stoffwechselmoden aktiviert, beispielsweise gewisse Gärprozesse. Nun ist also nicht länger der Sauerstoff an der Zellatmung beteiligt – das Risiko ist demnach groß, dass diese Zelle zur Krebszelle wird.

Die Energieausbeute durch Gärung ist beinahe übermächtig im Vergleich zum Sauerstoff. Aus diesem Grund werden rasend schnell Metastasen gebildet, welche etwa 200 Mal so viel Energie haben, wie gesunde Zellen. Der Tumor oder der Krebst wächst scheinbar über Nacht und verdoppelt sich. Auf diese Erkenntnis ist übrigens der Zellbiologe Otto Warburg gekommen, welcher die Stoffwechselveränderungen der Zelle beobachtete, die später zur Krebszelle wurde. Tatsächlich sind Gärprozesse notwendig, um aus einer gesunden Zelle, eine bösartige zu machen.

Für diese Gärprozesse benötigt die Zelle aber Zucker und es liegt an unserer Ernährung, wie viel davon den Zellen zur Verfügung gestellt wird. Je zuckerhaltiger wir uns ernähren, umso mehr Futter bekommt der Krebs. Tatsächlich befinden sich Insulinrezeptoren auf den kaputten Zellen, sodass diese den Zucker noch effektiver aufnehmen können. Jetzt kann die Krebszelle den Zucker und die Nährstoffe regelrecht verschlingen und wachsen. Der Mensch wird ausgezehrt, da die Nährstoffe an anderer Stelle fehlen.

Um hier einen Cut zu machen, muss die Zelle aushungern, der Prozess muss durchbrochen werden. Eine gestoppte Nahrungsaufnahme wäre denkbar, aber unmöglich. Die ketogene Reinigung könnte hingegen eine Lösung darstellen und wir erinnern uns, dass die mittelkettigen Fettsäuren aus dem MCT Öl in Ketone umgewandelt werden. Sobald dem Körper Ketonen zur Verfügung stehen, bedarf es keiner Glucose mehr. Der Vorteil: Krebszellen können mit Ketonen nichts anfangen, denn sie benötigen puren Zucker um weiter wachsen zu können. Sobald sich nur noch Ketonen im Körper befinden, verhungern die Krebszellen. Sie sterben ab und der Mensch wird gesund – theoretisch.

Leistungssteigerung

MCT Öl ist mitunter zu einem fixen Bestandteil von Leistungssportlern geworden. Die hohe Energiedichte, die schnell vom Körper angenommen wird, wandelt sich alsbald in nachhaltige Energie um, also in pure Leistung. Auch hier führte man gewisse Studien durch, um die Steigerung der Leistung zu testen und tatsächlich konnte man signifikante Verbesserungen feststellen. Natürlich spielt die Ernährung außerhalb des Trainings nach wie vor eine große Rolle, sodass man noch keine 100% Aussagen machen kann.

Dennoch könnten die Erkenntnisse für all diejenigen interessant sein, welche zwar Sport treiben wollen, aber nicht die notwendige Power aufbringen können. Übrigens: MCT Öl ist kein Dopingmittel, weswegen man die Verwendung im Leistungs- oder Wettkampfsport weitreichend schätzt.

Energiedrinks führen auch zu mehr Leistung! Stimmt, aber nur kurzfristig, denn auch hier ist Glucose der Brennstoff. Dieser wird zwar schnell über das Blut zur Verfügung gestellt, der anschließende Abfall des Blutzuckerspiegels wird hingegen nicht ausbleiben. MCT wirkt nachhaltig und ohne, dass im Anschluss eine erneute Zuckerdosis verlangt wird. MCT Shakes sind also die perfekte Alternative zu ungesunden Energydrinks.

Psyche

Bedeutet mehr Energie auch eine bessere Laune? Und kann MCT Öl auch auf die Psyche und entgegen von Depressionen oder psychischen Erkrankungen wirken? Dies zumindest versuchen momentan Wissenschaftler und Forscher herauszufinden. So soll auch Alzheimer als Krankheit, mit MCT Öl positiv beeinflusst werden, zumindest wenn es nach Steve Newport geht, der seine eigene Erkrankung durch eine regelmäßige Einnahme von MCT beeinflussen konnte. Seine schweren Symptome bildeten sich zurück, sein Gehirn hatte mehr Energie und die Funktionen wurden nachhaltig aktiviert. Fakt ist natürlich, dass unser Gehirn Energie benötigt, um seine sehr komplexen Aktivitäten aufrecht erhalten zu können. Andernfalls sterben Gehirnzellen auch ab. Eine Unterfunktion kann sogar zu Kopfschmerzen oder einer andauernden Müdigkeit führen. Auch neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson, sind womöglich darauf zurückzuführen. Unser Hirn benötigt also eigentlich Glucose, um dort Energie freizusetzen. Doch wie wir bereits wissen, kann Ketose den Zucker ersetzen. Und das sogar ziemlich vorteilhaft, denn ein zu hoher Blutzucker tötet die Nerven, was zu einer Bildung von freien Radikalen führt und das Nervengewebe beschädigt.

Es stimmt also, MCT kann die Glucose ersetzen und im Gehirn die notwendigen Funktionen aufrechterhalten. Für unsere geistige Gesundheit könnte dies positive Auswirkungen haben. Zunächst jedoch verbessert es die Konzentration und geistige Ausdauer. Ob wir dadurch schlauer werden, ist natürlich noch nicht belegt.

 

Stärkt das Immunsystem

Wer sich an das MCT ÖL gewöhnt hat, der erlebt eher die positiven Effekte auf Magen und Darm. Dadurch kann gesagt werden, dass auch das Immunsystem von einer regelmäßigen Einnahme profitiert, denn die körpereigenen Abwehrkräfte werden stärker. Gestärkt wird das Abwehrsystem vor allem in den Bereichen:

  • Bakterielle Infektionen und Infektionskrankheiten
  • Schimmelinfektionen
  • Anti-Aging-Prozesse
  • Giftstoffe
  • Freie Radikale
  • Morbus Crohn
  • Zerstörung von Zellwänden

Wichtig: Einige verwechseln derzeit den Hype um CBD Öl, mit MCT Öl. Hier sollte man klar differenzieren können, denn CBD Öl muss zum einen anders dosiert und angewandt werden, zum anderen hat es noch ganz andere Auswirkungen auf den Körper. CBD steht für Cannabidiol und ist ein Stoff aus der Cannabispflanze. Derzeit wird im medizinischen Bereich geforscht, aber es ist bereits bekannt, dass auch Cannabidiol das Immunsystem stärkt. Allerdings nicht, indem es Stoffwechselaktivitäten in Gang setzt oder Ketogene bildet, sondern indem es sich mit den Rezeptoren des körpereigenen Endocannabinoid-Systems verbindet.

MCT Öl abnehmen

Lasst uns vorher eine Sache klarstellen: MCT Öl ist kein Wundermittel für schnelles Abnehmen. Auch zaubert es den inneren Schweinehund nicht weg und man muss sich trotz allem bewegen, sowie gesund ernähren. Die hauptsächlichen Faktoren für erfolgreiches Abnehmen bleiben also bestehen – den einfachen Weg hast du hier also ebenfalls nicht gefunden. Trotzdem kann MCT Öl ganz entscheidend dazu beitragen, dass du Gewicht verlierst.

Schon in den 90er Jahren war MCT bekannt und ein sehr beliebtes Mittel, um die eigene Energie aufzustocken und den Fettabbau anzukurbeln. Da es jedoch kaum Belege für die Wirksamkeit gab, verschwand der Hype um das MCT wieder. So behaupteten zwar die Sportler, mehr Energie zu haben und effektiver abzunehmen, andere schoben es allerdings auf den Sport selbst. So schien klar zu sein, dass Leistungssportler einfach aufgrund ihres täglichen Trainings mehr Energie haben. Diese selbst sahen das jedoch etwas anders, denn neben der Energie und Kraft, schätzte man auch den damit einhergehenden niedrigen Körperfettanteil. Dies war vor allem in Bodybuilderkreisen und später im Ausdauersport entscheidend für den Erfolg. MCTs hatten keine wissenschaftliche Grundlage, woraufhin eine Reihe neuer Studien auftauchte. So schloss man aus diesen, dass MCTs zahlreiche weitere Vorteile hatten, vor allem was den Fettabbau betrifft.

Die kurzen Fettsäureketten der MCTs verändern die biochemischen Eigenschaften. So brauchen sie weniger Energie, um vom Körper aufgenommen zu werden. Zudem werden sie leichter und schneller verdaut und im Vergleich zu den langkettigen Fettsäuren, auch schneller resorbiert. Aus diesem Grund waren die MCTs in den 50er Jahren sogar eine Art Nahrungsquelle für Patienten, welche die normalen Öle und Fette nicht verarbeiten konnten. Interessante Fakten, die leider heute nicht wirklich erzählt werden. Natürlich kannst du jetzt auch auf Lebensmittel zurückgreifen, die von Natur aus reich an MCTs sind, so etwa das Kokosöl oder Palmöl und Milchfett. Sie enthalten mittelkettige Fettsäuren in gewissem Maß, allerdings nicht in einem solchen Ausmaß, als das es eine wahnsinnig große Auswirkung auf den Körper hätte.

 

Habe ich Leistungsvorteile im Sport, wenn ich MCT zu mir nehme?

Ohne Sport funktioniert Abnehmen nicht, zumindest nicht, wenn man schnell und effektiv Gewicht verlieren will. Zwar kann auch eine reine Ernährungsumstellung dazu führen, dass der Mensch Fett verbrennt, allerdings passiert dies nur relativ langsam, da der Verbrauch an Kalorien gleichbleibt, sich lediglich die Zufuhr verringert. Sport erhöht den Kalorienverbrauch und diese Tatsache ist nichts Neues. Aber was, wenn einem einfach die Energie fehlt, um überhaupt Sport zu treiben? Können MCTs helfen?

Sportwissenschaftler beschäftigen sich längst mit diesen Fragen und sind zu dem Schluss gekommen, dass mittelkettige Fettsäuren schneller vom Körper resorbiert werden, als langkettige Triglyceride. Das bedeutet, dass diese Fette schneller und effizienter in Energie umgewandelt werden können. Dadurch stehen den Muskeln und den Organen im Körper direkt Energien zur Verfügung. Sagen wir, binnen weniger Minuten. Außerdem benötigen MCTs im Vergleich zu den langkettigen Fettsäuren, keine Carnitin Aminosäuren für den Transport der Mitochondrien. Wir erinnern uns, dass dies die Kraftwerke der Zellen sind. Aus diesem Grund kommt es zu einer schnelleren Umwandlung, zunächst in ein Acetyl-CoA-Molekül, einem Zwischenprodukt auf dem Weg zur Energieproduktion. Kurzum sei gesagt, dass die schnelle Bereitstellung von Energie einen leistungssteigernden Effekt nach sich zieht. Dies ist auf den geringen Kohlenhydratbedarf zurückzuführen, wodurch die Ausdauer wächst.

Okay, jetzt haben wir also etwas mehr Leistung und Energie, um beispielsweise unsere morgendliche Joggingrunde durchzuhalten. Auch ist es uns möglich, mehr Kraft in den Muskeln zu haben, um beim Krafttraining schneller voranzukommen. Wunderbar! Aber wie sieht es mit unserem Fettabbau aus? Können die MCTs auch hier Unterstützung leisten?

Neuere Studien wollen belegen, dass MCT den Körperfettabbau unterstützt und dabei hilft, den geringen Körperfettanteil zu halten. Erste Anzeichen dafür, dass diese Theorie stimmt, gab es schon während der 90er Jahre im Rahmen von Krankenhauspatienten. Hier ernährte man die Patienten intravenös mit MCTs und erreichte einen höheren Energieverbrauch, eine verbesserte Sauerstoffaufnahme und eine gesteigerte Fettverbrennung. Jahre später konzentrierte man sich darauf, den Fettabbau bei fettleibigen Personen zu kontrollieren. Auch hier konnte man im Anschluss mit Sicherheit sagen, dass die Verabreichung der MCTs zu einem Anstieg der Fettverbrennung führte und die Personen abnahmen. Aber: Man stellte ebenso fest, dass die Fettverbrennung bei denjenigen Personen am höchsten war, die eher weniger davon besaßen.

Es ist leider immer noch nicht vollständig geklärt, warum eine Nahrungsergänzung mit MCTs den Fettabbau fördert. Diverse Studien könnten Erklärungen liefern, zum Beispiel, weil die MCTs während einer Studie in Amerika, dazu in der Lage waren, Veränderungen im Fettbaumuster vorzunehmen, sodass die Fettzellen schließlich abstarben. Diese bisher zusammengetragenen Ergebnisse haben eines gemeinsam: Immer kommt es zu einem gesteigerten Fettabbau und ist es nicht genau das, was wir beim Abnehmen erreichen wollen?

MCT und Fettreduzierung – diese beide Komponenten werden auch heute noch in neueren Studien untersucht. Sportler schwören auf die Nahrungsergänzung, sodass es sich für den einen oder anderen lohnen kann, das Öl in seinen Speiseplan aufzunehmen. Wichtig ist allerdings, die MCTs nicht als Ersatz für eine gesunde Ernährung zu betrachten. Wer es ausprobieren möchte, der sollte nicht einfach damit beginnen, große Mengen an MCT Öl zu konsumieren. Die richtige Einnahme und Dosierung ist entscheidend über den Erfolg. Es hilft sicherlich, sich einen gesunden Ernährungsplan aufzustellen und mit 2x pro Woche sportlicher Aktivität zu beginnen.

 

Studien

Es gibt ein paar interessante Studien darüber, wie die MCTs im menschlichen Körper funktionieren. Wir können zwar immer noch nicht mit Gewissheit sagen, dass mittelkettige Fettsäuren wirklich die Pfunde schmelzen lassen, dennoch weisen einige Studienergebnisse genau darauf hin. Leider gibt es auch ebenso fehlgeschlagene Untersuchungen, die wir dir natürlich nicht vorenthalten möchten. Schlussendlich entscheidet wohl das Gesamtverhalten darüber, ob du erfolgreich abnehmen wirst.

 

Schwimmende Mäuse

Es ist schon etwas her, da wurde die Schwimmausdauer von Mäusen getestet. Hier wurde den Mäusen über einen 6-wöchigen Zeitraum hinweg, ein spezielles Futter gefüttert. Pro Kilo mengte man 80 Gramm MCTs und 20 Gramm LCTs bei. Eine weitere Gruppe Mäuse erhielt 100 Gramm reine LCTs. Nun ließ man die Mäuse bis zur Erschöpfung schwimmen, um herauszufinden, ob die MCT Mäuse länger durchhalten würden. Und tatsächlich schwammen sie 9,5 Minuten länger, ehe sie untergingen (und hoffentlich gerettet wurden). Wissenschaftler stellen im Anschluss eine erhöhte Bildung von Enzymen fest, welche man mit den bereits erwähnten Acetyl-CoA Molekülen und dem Citrat-Zyklus in Verbindung bringen konnte.

 

Holland

Etwa zur gleichen Zeit nahm man eine Studie an holländischen Sportlern vor, um die Wirkung einer Supplementierung mit MCT (mit und ohne Kohlenhydrate) zu untersuchen. So fuhren 8 gut trainierte Sportler 4 x 180 Minuten Fahrrad bei einer Belastbarkeit von 50%. Während die einen eine reine Lösung mit Kohlenhydraten tranken, nahmen andere entweder eine Mischung von Kohlenhydraten und MCTs ein, oder aber reine MCTs. Die Verbindung mit Kohlenhydraten funktionierte dabei am besten.

 

Japan

Japanische Wissenschaftler führten eine 12-wöchige Studie an gesunden Menschen durch. So wollte man herausfinden ob eine Mischung aus MCTs und LCTs, zu einer Drosselung des Körperfettaufbaus führte. So aßen 82 Probanden täglich ein Frühstücksbrot, die einen mit 1,7 Gramm MCTs und einer Ölmischung, andere mit reinen LCTs. Die Kombination mit LCTs und MCTs funktionierte auch hier am besten, sodass es zu einer Abnahme des Körpergewichts kam. Auch stellte man eine Reduktion des Cholesterinwertes fest.

 

Amerika März 2008

Amerikanische Wissenschaftler wollten sich ebenfalls mit der Frage beschäftigen, ob der Verzehr von Öl mit einem hohen Anteil an MCT, zu einer Gewichtsabnahme und einer Fettreduktion führt. Im März 2008 veröffentlichte man diese Ergebnisse. Beteiligt waren 49 Männer und Frauen, alle übergewichtig und im Alter zwischen 19 und 50 Jahren. Die Dauer der Studie belief sich auf 16 Wochen, während die Hälfte der Probanden einer Reduktionsdiät ausgesetzt wurden und täglich zwischen 18 und 24 Gramm MCT Öl, gemischt mit Olivenöl, zu sich nahmen. Die andere Gruppe verzehrte täglich die gleiche Menge an Olivenöl (LCTs). Mit Hilfe hochgenauer Methoden zur Messung der Körperzusammensetzung konnte man die Ausgangssituation perfekt mit dem Endergebnis vergleichen.

Wurde das Olivenöl mit MCT versehen, so stellte man im Anschluss ein geringeres Körpergewicht fest. Die MCT Gruppe nahm im Schnitt 1,7 Kilogramm mehr Gewicht ab. Vor allem die Fettmasse am Rupf war entscheidend niedriger, als bei der Olivenölgruppe. Der Verzehr von MCT Öl führte also nachweislich zu einer höheren Gewichtsabnahme der Probanden. Voraussetzung war hier natürlich die Reduktionsdiät und es sollte berücksichtigt werden, dass nicht jeder Proband mit den gleichen Voraussetzungen in eine solche Diät gehen kann.

Nebenwirkungen

Auch wenn MCT Öl mit keinem unserer vorhandenen Lebensmittel verglichen werden kann, was das Vorkommen der mittelkettigen Fettsäuren betrifft, so bleibt MCT Öl ein Naturprodukt. Generell sind Naturprodukte gut verträglich und auch Nebenwirkungen sind bislang nicht unbedingt bekannt. Trotzdem sollte klar sein, dass man sich an das MCT in dieser Konzentration gewöhnen muss. Soll heißen, dass man auch die Menge an MCT Öl langsam steigern sollte. Wer zu Beginn zu viel MCT Öl einnimmt, der kann womöglich mit Magenbeschwerden rechnen oder Durchfall bekommen.

Der Grund: MCT Öl ist vor allem für die Zellen des Dünndarms neu und es ist möglich, dass dieser zunächst versucht, das Öl möglichst flott abzutransportieren. Schon geringe Mengen an MCT Öl könnten daher dazu führen, dass der Stuhlgang eher dünnflüssig wird. Auch Blutungen an dieser Stelle sind denkbar, wenn auch selten und eher unbedenklich. Trotzdem sollte man dem Körper die Zeit geben, um sich an das MCT Öl zu gewöhnen.

Es gibt eine Liste mit möglichen Nebenwirkungen, die durch eine Einnahme von MCT´s auftreten können. Sie variieren in ihrer Stärke und treten nicht bei jedem gleich auf, der zu viel MCT verzehrt. Wer jedoch eine oder mehrere Nebenwirkungen des MCT bei sich bemerkt, der sollte die Dosierung herabsetzen oder das Öl komplett von seinem Speiseplan streichen: 

  • Angstzustände bei Personen mit einer Anfälligkeit von Nervosität oder Angststörungen.
  • starke Appetitreduktion
  • Flatulenzen
  • Magen- und Darmprobleme
  • Durchfall
  • Verdauungsprobleme
  • Schwindel, meist aufgrund zu hoher Dosierung
  • EFA-Mangel
  • Kopfschmerzen
  • Hitzewallungen
  • Reizbarkeit
  • Übelkeit
  • Wahrnehmungsveränderungen
  • Magenschmerzen
  • Müdigkeit
  • Erbrechen
  • Gewichtsveränderungen

Einnahme und Dosierung

Inzwischen ist MCT für jeden zugänglich und kann auch online bestellt werden. Einige Reformhäuser oder Drogerien führen die Öle ebenfalls. Im Rahmen einer ketogenen Ernährung ist die Kombination mit MCT durchaus empfehlenswert, da hier das Ziel klar auf der Ketose liegt. Befindet man sich in einer ketogenen Phase, so greift der Körper auf die Fettzellen zurück, um daraus Energie zu gewinnen.

Dabei verzichtet man auf Kohlenhydrate und setzt auf gesunde Fette – perfekt also, um hier MCT ins Spiel zu bringen. Der Ketogenwert kann übrigens auch im Blut gemessen werden, wobei ab einem Wert von 0,5, die Ketose beginnt. Für Sportler ist die Energiebereitstellung entscheidend und auch, dass sich der Körperfettanteil nicht so schnell erhöht. Was die korrekte Dosierung betrifft, so gibt es noch keine wirklich aussagekräftigen Hinweise. Wie aus den Rezepten zu entnehmen ist, kann das MCT in Form von Öl, perfekt mit einem Smoothie kombiniert werden. Ich selbst habe nicht mehr als einen Smoothie mit MCT an einem Tag getrunken und bin damit gut durch den Tag gekommen, ohne diverse Nebenwirkungen zu erleben. Aber geht’s auch etwas genauer?

Man kann in etwa davon ausgehen, dass 50 bis 100 Gramm MCT Öl täglich eingenommen werden können. Die Einnahme ist bestenfalls über den Tag zu verteilen, allerdings sollten Personen, die schlecht schlafen oder Einschlafprobleme haben, kein MCT mehr nach 15 Uhr zu sich nehmen. Die Wirkung hält schließlich lange an, was für den Tag gut ist, zum Einschlafen aber eher kontraproduktiv. Am Morgen kann der Tag mit einem leckeren MCT Smoothie oder einem Bullet Proof Coffee begonnen werden, einfach mit etwa 1-2 Teelöffel Öl. Die ersten Tage gilt es auch, diese Dosierung nicht zu erhöhen, um die Reaktion des Körpers abzuwarten. Auch wissen wir, dass sich der Dünndarm erst einmal an das MCT in dieser Menge gewöhnen muss.

Wer zu viel auf einmal nimmt, der könnte es mit Magenkrämpfen, Durchfall oder Kopfschmerzen zu tun bekommen. Die ersten 3 Tage sollte man aus diesem Grund nicht mehr als 20 Gramm zu sich nehmen, was etwa eine Menge von 4 Teelöffeln entspricht. Also etwa ein Smoothie am Morgen oder 1-2 Teelöffel im Müsli. Danach lässt sich die Dosierung auf maximal 100 Gramm täglich erhöhen, aber bitte langsam und nur dann, wenn keine unangenehmen Nebenwirkungen auftreten. Jeder Organismus funktioniert anders. Ich persönlich habe nie mehr als maximal 50 Gramm täglich eingenommen.

Wer bereits mit Kokosöl gearbeitet hat, der kann davon ausgehen, dass der Körper das MTC bereits in größeren Mengen kennt. Hier kann man also mit 30-40 Gramm täglich beginnen, ohne Nebenwirkungen zu spüren. Generell ist es immer eine Ermessenssache in Bezug auf den eigenen Körper und dessen Reaktion. Ich fand die Reaktion meines Körpers auf MCT zusammen mit Kaffee zu stark.

Wie lange kann ich MCT täglich einnehmen?

Die Frage ist natürlich, über welchen Zeitraum hinweg ich MCT täglich einnehmen kann. Man wird vermutlich ab der ersten Einnahme eine Leistungssteigerung feststellen und merken, dass einem mehr Energie zur Verfügung steht. Dieser Effekt kann die nächsten Wochen anhalten und während der Einnahme auch steigen. Die langsame Steigerung der Dosierung ist auch über Wochen hinweg möglich, die Einnahme am Morgen kann also zum Ritual werden. Sicherlich sollte man darüber hinaus keine Wunder erwarten, auch wenn man MCT bereits seit mehreren Wochen konsumiert. Es bleibt einem also selbst überlassen, ob man mit dem MCT hin und wieder pausiert.

 

Kann ich MCT also dauerhaft verzehren?

Ja, MCT Öl kann ohne Probleme dauerhaft genossen werden. Wer abnehmen möchte, der sollte dennoch auf seine Gesundheit achten. Denn sollte es dazu kommen, dass du zu viel oder zu schnell Gewicht verlierst – was nicht unbedingt dem MCT geschuldet ist, sondern durchaus andere Gründe haben kann – der sollte auch das Öl im Smoothie weglassen. Ansonsten kann das MCT Öl dauerhaft eingenommen werden und dabei helfen, das erreichte Gewicht zukünftig zu halten.

 

Wer sollte MCT Öl nicht einnehmen?

Gibt es überhaupt jemanden, der MCT Öl nicht einnehmen sollte? Neben Schwangeren sollten Menschen mit Leberproblemen auf MCT Öl verzichten. Zwar sind es die langkettigen LCTs, welche zu Leberproblemen führen können, dennoch ist vor der Einnahme besser ein Arzt zu konsultieren. Typ 1 Diabetiker sollten ebenfalls auf eine Einnahme verzichten. Hier können die MCTs zu einem hohen Aufbau der Ketonen im Körper führen. Dies kann letztendlich zu einer so genannten „Ketoazidose“ führen, also einer Vergiftung, die für einen Diabetiker tödlich enden kann.

 

MCT in der Schwangerschaft erlaubt?

Es ist bekannt, dass es Lebensmittel gibt, welche während der Schwangerschaft verboten sind. So hört man immer wieder davon, dass Schwangere oder stillende Mütter, keinen Honig essen sollten oder auf Mohn verzichten müssen. Nicht alles davon ist richtig, aber was ist mit MCT Öl? Hier sollten wir festhalten, dass es noch keine ausreichende Forschung gibt, welche die Sicherheit von MCT Öl während der Schwangerschaft gewährleistet. Es gibt Hinweise darauf, dass es bei mittelkettigen Fettsäuren zu einer Verarmung der essentiellen Fettsäuren des ungeborenen Babys kommen könnte. Wer also Schwanger ist, der sollte definitiv auf MCT Öl verzichten, auch wenn diese Hinweise nicht bestätigt sind.

Rezepte

Du weißt nun, dass du womöglich Erfolg haben wirst, wenn du MCT Öl richtig in deinen Ernährungsplan integrierst. Viele Studien, davon haben wir ein paar eben aufgezählt, belegen dies. Natürlich dürfen wir keine Wunder erwarten, müssen uns trotz allem gesund und ausgewogen ernähren und wer Gewicht verlieren möchte, der sollte Sport treiben. In Kombination mit einer ketogenen Ernährung kann die Verwendung einen richtig tollen Erfolg liefern. Aber wie integriere ich nun MCT oder MCT Öl in meine Ernährung? Mir persönlich hat das Öl am besten im Smoothie geschmeckt, außerdem sollte man das Öl nicht erhitzen. Dadurch würden die Inhaltsstoffe zerstört werden.

Mein Tipp: Ich persönlich habe auf die Kombination von leckeren Smoothies, MCT Öl UND Vitamin D3 gesetzt. Warum? Weil uns gerade im Winter Vitamin D fehlt und auch im Sommer leiden viele Menschen unter einem Mangel. Um einen Mangel auszugleichen genügt eine gesunde Ernährung nicht immer, sodass man Vitamin D zusätzlich einnehmen sollte. Und warum Vitamin D3? Weil Vitamin D3 zu den fettlöslichen Vitaminen zählt und dadurch zusammen mit MCT Öl, besonders gut aufgenommen werden kann. So unterstützt Vitamin D3 unser Immunsystem, verbessert unser Wohlbefinden und macht glücklich. Und für die notwendige Energie, sorgen jetzt leckere Smoothie-Rezepte:

 

Grüner Power-Smoothie

Grünes Obst und Gemüse im Smoothie schenkt dir richtig viel Power und ist vor allem im Winter eine perfekte Wahl. Sie sind reich an Antioxidantien und schützen die Zellen vor freien Radikalen. Zusätzlich erhältst du richtig viel Vitamin C, was deinem Immunsystem absolut zu Gute kommt. Anbei findest du die Zutaten für diesen Power Smoothie. Ich brauche dir nicht zu erklären, wie du ihn zubereitest. Du gibst alles in einen Mixer und lässt ihn die Arbeit machen. Gib zu Beginn nicht zu viel Wasser bei, die Gurke beinhaltet bereits viel Flüssigkeit, ebenso wie der Apfel und die gefrorenen Bestandteile.

 

Das brauchst du:

  • Grünkohlwürfel 3 Stück gefroren
  • Frischer Spinat, etwa eine Hand voll, alternativ auch gefroren
  • 1 Kiwi
  • 1 Apfel
  • 1/3 Gurke
  • etwas Wasser
  • 1-2 Esslöffel MCT Öl
  • 2-3 Tropfen Vitamin D3 Öl

 

Roter Energy-Smoothie

Folsäure, Eisen, Vitamin C, Antioxidantien und Anthocyanen findest du in diesem roten Energiebündel. Er wirkt verdauungsfördernd, zellschützend und entzündungshemmend. Verwende den Ingwer bitte nur zaghaft, da er zwar wirklich gesund ist, aber auch eine recht scharfe Note mitbringt. Er enthält übrigens Gingerol und wirkt bei Entzündungen besonders gut. Wer den Geschmack von Ingwer mag, der kann auch mehr davon beimengen. Für mich ist er wie folgt perfekt:

 

Das brauchst du:

  • Rote Beete 2 Stück
  • Gefrorene Beeren nach Wahl und Saison. Ich verwende gerne Johannisbeeren, Himbeeren, Heidel- und Brombeeren. Im Winter nehme ich sie aus der Tiefkühle.
  • 1 Stück Ingwer (Vorsicht scharf!)
  • 1 Apfel
  • etwas Wasser
  • 1-2 Esslöffel MCT Öl
  • 1-2 Topfen Vitamin D3

 

Gelber Konzentrationsboost-Smoothie

Energie steckt nicht nur im MCT, sondern auch in vielen Früchten, wie etwa der Banane. Sie sind außerdem reich an Kalium und liefern Energie in Form von Kohlenhydraten. Die Kokosmilch macht den Smoothie schön cremig und das Maca-Pulver reguliert die Verdauung. Dies ist dem hohen Ballaststoffanteil in der Maca-Knolle geschuldet. Gleichzeitig ist dieser Smoothie perfekt für deine Konzentration. Er steigert dein Energielevel, schmeckt richtig lecker und verleiht viel Power. Dank der Banane schmeckt er schön süß.

 

Das brauchst du:

  • 1 Banane
  • etwas Kokosmilch (nimm den cremigen oder abgesetzten Teil davon)
  • 1 Passionsfrucht
  • etwas Ingwer (Vorsicht scharf!)
  • ½ Teelöffel Kurkuma
  • ½ Teelöffel Maca-Pulver
  • etwas Wasser oder den flüssigen Teil der Kokosmilch
  • 1-2 Esslöffel MCT Öl
  • 2-3 Tropfen Vitamin D3

 

Weißer Gute-Laune-Smoothie

Natürlich hätten wir dir jetzt einen blauen Smoothie mit Blaubeeren präsentieren können, aber den kannst du anstelle der roten Früchte aus dem Energy-Smoothie selbst zaubern. Dieser weiße Smoothie enthält viel Magnesium, was wichtig ist, wenn du Sport treibst. Darüber hinaus auch Kalium, Ballaststoffe für eine gesunde Verdauung, ungesättigte Fettsäuren und Aminosäuren. Sie wirken sich vor allem auf deine Stimmung oder deine Psyche aus. Und keine Angst, Eier zu verwenden, sie sind ebenfalls wichtig für dein Gehirn und enthalten Vitamin A und E. Wenn du sie aber nicht im Smoothie haben möchtest, dann lass sie einfach weg. Ich finde aber nicht, dass sie den Geschmack sehr beeinflussen, also trau dich!

 

Das brauchst du:

  • 100 Milliliter Mandelmilch (am besten ungesüßt)
  • 2 Eier
  • Kokosmilch (cremiger Teil davon)
  • 1 halbe Hand voll Mandeln
  • 2 Passionsfrüchte
  • ½ Teelöffel Stevia (verwende keinen Zucker, wenn du keinen Stevia hast, lass ihn weg)
  • 1- 2 Esslöffel MCT Öl
  • 1-2 Tropfen Vitamin D3

 

Ich hoffe sehr, dass du diese Smoothies genauso gerne trinken wirst, wie ich es tue. Ich genieße sie gerne am Morgen, vor dem Sport oder bevor ich das Haus verlasse. Mein perfekter Start in den Tag, zu dem ich dann auch hin und wieder auf mein Frühstück verzichten kann. Du darfst die Zutaten natürlich gerne austauschen oder verändern, falls du etwas davon nicht magst. Probiere dich ruhig durch die saisonalen Früchte! Zur Erdbeerzeit gehören für mich natürlich immer Erdbeeren in den Smoothie. Im Winter sind es Mangos und Kiwis.

Der Bulletproof Coffee

Natürlich dürfen wir den Bulletproof Coffee an dieser Stelle nicht vergessen, denn auch er stellt ein wichtiges Rezept in Verbindung mit MCT Öl dar. Ich hatte ja bereits meine Erfahrungen mit diesem Getränk gemacht, für mich passt die Kombination nicht. Bulletproof Coffee ist dennoch in aller Munde und vielleicht weißt du, dass er in USA ziemlich als Trend gilt. So nutzt man dort die gesundheitlichen Vorteile von richtig gutem Kaffee und die tollen Eigenschaften des MCT.

Er zügelt den Appetit und aktiviert die Fettverbrennung und viele trinken den Bulletproof Coffee während dem Fasten. Wenn du auch einen richtig guten Bulletproof Coffee trinken möchtest, kannst du dir diesen hier ganz einfach selbst zubereiten:

 

Das brauchst du:

  • 2,5 Esslöffel gemahlener Kaffee, bestenfalls aus ganzen und frischen Bohnen
  • 200 Milliliter gefiltertes Wasser
  • 1 Teelöffel MCT Öl
  • 1 Teelöffel Butter
  • 0,5 Teelöffel Zimt

 

Und so funktioniert es:

Zuerst musst du natürlich den Kaffee mahlen, ich habe ihn mir bereits gemahlen gekauft. Dieser wird dann einfach mit dem gefilterten Wasser im Espressokocher gekocht, so wie du es vielleicht gewohnt bist. Im Anschluss fügst du die Butter, das Öl und den Zimt dem Kaffee bei, oder umgekehrt, und gibst alles in einen Mixer. Jetzt musst du ihn solange mixen, bis eine einheitliche Flüssigkeit entstanden ist, auf der kein Fettfilm mehr schwimmt. Die Qualität der Bohnen ist relativ wichtig, denn diese sollten möglichst wenige Toxine enthalten. Es ist also gar nicht so einfach, einen wirklich gesunden Bulletproof Coffee herzustellen. Wenn dir, wie mir, das MCT Öl im Kaffee zu stark ist, greife stattdessen einfach auf Kokosöl zurück.

Ob der Bulletproof Coffee nun gesund ist oder nicht, darüber streitet man noch. Während dem Fasten könnte der Kaffee am Morgen tatsächlich dazu beitragen, dass die Fettverbrennung angekurbelt wird. Nichtsdestotrotz bleibt es eine Fettbombe in flüssiger Ausführung, sodass der tägliche Verzehr mit Vorsicht zu genießen ist. Vor allem, wenn man dadurch auf das Frühstück verzichtet.

Lagerung und Haltbarkeit

Wer sich MCT Öl gekauft hat, der stellt sich die Frage, wie dieses möglichst lange haltbar gelagert werden sollte. MCT Öl ist am besten, ähnlich wie alle anderen Öle, kühl und dunkel zu lagern. Normalerweise empfiehlt sich eine Temperatur von unter 20 Grad. In einem dunklen und kalten Raum gibt es dann kaum Einschränkungen in der Haltbarkeit. Ein frisches und nicht geöffnetes Öl ist meist für 2 Jahre haltbar. Der Nachteil: Ist das MCT Öl angebrochen, so sollte es auch binnen 1 – 2 Monate aufgebraucht werden. 

Nach dem Öffnen muss das Öl wieder gut verschlossen werden, die Aufbewahrung im Kühlschrank ist dann aber trotzdem nicht notwendig.

Im Sommer ist das MCT Öl am besten im Keller aufzubewahren, womöglich steht einem aber auch ein kühler Lebensmittelraum in der Wohnung zur Verfügung. Wichtig ist immer, dass das Öl nicht in einem Raum über 20 Grad gelagert wird, denn dann wird es sehr schnell schlecht. Kaufe dir außerdem nur Öle, die in dunklen oder dunkelbraunen Flaschen verkauft werden. Licht ist für das MCT Öl absolut schlecht. Tipp: Sollte das MCT Öl trotzdem in einer weißen Flasche gekauft worden sein, so stelle es einfach in eine braune Tüte. So ist das Öl vor Licht geschützt und du kannst es lange genießen.

 

MCT Öl kaufen

Wenn wir nach MCT Öl suchen, so finden wir verschiedene Hersteller und unterschiedliche Preiskategorien. Dies lässt die Vermutung entstehen, dass die teuren Produkte auch wirklich die Besseren sind. Stimmt natürlich nicht. Die größte Auswahl an Produkten findest du im Internet, aber auch in Apotheken und Reformhäusern und Fachgeschäften für Sportlernahrung, findest du ein paar gute Produkte. Generell kann sich die Form des MCT auch unterscheiden und falls du Öl nicht magst, gibt es das MCT auch in Pulverform. Pulver eignet sich allerdings weniger dafür, um es zu Mahlzeiten zu essen, auch enthält es meist zusätzliche Stoffe im Produkt. Dafür ist Pulver geschmacks- und geruchsneutral und perfekt für die Beimengung von Smoothies. Gleiches gilt allerdings auch für das MCT Öl. Achte vor dem Kauf auf ein paar wesentliche Kriterien, ehe du dich für ein Produkt entscheidest. Diese helfen dir, die Öle untereinander zu vergleichen und dir einen Überblick zu verschaffen.

 

Worauf beim Kauf von MCT Öl achten?

Kaufe MCT Öl nach Rohstoff

Der Hauptanteil des MCT Öles sind extrahierte und mittelkettige Fettsäuren, überwiegend also wasserlösliche Caprylsäure und sättigende Caprinsäure. Die besten Quellen sind dafür Kokosöl, Palmöl oder Palmkernöl. Ich würde dir empfehlen, sich für den Rohstoff Kokosöl zu entscheiden, wie es auch einige Hersteller machen. Mischungen aus mehreren Zutaten sind nicht unbedingt zu empfehlen.

 

Sollte ich BIO MCT ÖL kaufen?

Es gibt kein BIO zertifiziertes MCT Öl, weswegen du auch nicht speziell danach suchen brauchst. MCT ist ein Ölauszug, wobei Schadstoffe und Pestizide gefiltert werden, wenn die Rohstoffe verarbeitet werden. Es würde also keinen Sinn machen, hier ein Bio Siegel zu verwenden. Solltet ihr doch eines finden, so dient dies eher dem Marketing.

 

MCT Öl nach Fettsäure Anteil kaufen

Sinnvoll ist es hingegen, die Öle nach Fettsäureanteil zu kaufen, denn die 4 wesentlichen MCT´s sind in unterschiedlicher Konzentration vorhanden. Die Rede ist von C6, C8, C10 und C12. Je höher der Anteil der Caprylsäure C8 ist, umso höher ist auch die Anzahl der Ketonkörper, die nach der Einnahme vorhanden sein werden. Die Laurinsäure sollte den geringsten Anteil ausmachen, da es sich hier eigentlich nicht mehr um mittelkettige Fettsäuren handelt. Es ist natürlich etwas aufwändig, das Fettsäureprofil der einzelnen Hersteller zu recherchieren und viele machen keine genauen Angaben. Oft sieht man nur die Bezeichnung „100% MCT Öl“. Andere liefern prozentuale oder ungefähre Angaben. Alternativ kann man auch nach reinem C8 MCT Öl suchen, wobei es sich um ein Öl handelt, welches sehr aufwändig in der Herstellung ist.

 

MCT Öl nach Flaschen kaufen

Generell solltet ihr nach dunklen Flaschen Ausschau halten, bestenfalls Glasflaschen. Verkauft wird aber auch in PET oder PE Flaschen. Weißblechflaschen sind aufgrund ihrer Lichtdurchlässigkeit nicht empfehlenswert.

 

MCT Öl Preis – was kostet MTC Öl?

500 Milliliter MCT Öl kostet im Schnitt etwa 20 Euro, wobei auch günstigere Produkte zu finden sind. C8 Öle sind entsprechend teurer und ab etwa 30 Euro erhältlich. Je nach Konsum und Einnahmemenge lohnt es sich meist, die Öle im Paket von einem Hersteller zu kaufen. Oft gibt es Kombiangebote, die gerne genutzt werden können.

MCT Öl Erfahrungen

 

Eigene Erfahrungen

MCT Öl war zunächst auch für mich völlig unbekannt. Zwar wusste ich, dass Kokosöl gesund sei und ich wusste auch, aus welchem Grund, dennoch kannte ich diese Form nicht. Kokosöl hatte bereits sehr gute Eigenschaften, die ich zu nutzen wusste. Ich verwendete es in der Kosmetik, vor allem für meine trockenen Haare, kochte damit und auch im Smoothie schmeckt Kokosöl richtig gut. Asiatische Gerichte lassen sich mit Kokosöl ebenfalls perfekt aufpeppen, wenn auch eher geschmacklich. Ich spürte allerdings nicht viel, was die gesundheitlichen Aspekte betraf. Auch hatte ich dadurch nicht mehr Energie als vorher. Da ich aber unbedingt wieder mit dem Sport und dem Laufen anfangen wollte, brauchte ich etwas mehr davon. Nach einigen Recherchen, wissenschaftlichen Berichten und Telefonaten mit Experten, war ich dann auf das MCT Öl gestoßen.

Fest stand, Kokosöl besteht zu über 70% aus Laurinsäure, einer Fettsäure, die zu den langkettigen Fettsäuren gehört. Und langkettige Triglyceride lassen sich nur sehr langsam verstoffwechseln. Und damit die übrigen Fettsäuren im Körper eine Wirkung hätten zeigen können, hätte ich Unmengen an Kokosöl pro Tag essen müssen. Ich brauchte etwas, dass ich vor dem Laufen oder Joggen einnehmen konnte und das mich schnell und anhaltend mit Energie versorgt. Energydrinks verschafften mir mehr Seitenstechen, wohl aufgrund der Kohlensäure, als dass sie mich gepusht hätten. Außerdem wollte ich nach dem Training nicht so fertig sein, dass ich mich nicht mehr hätte konzentrieren können. Ich musste schließlich auch noch geistige Arbeit leisten.

Ich bestellte MCT Öl und überlegte mir noch, ob dies nicht für jemanden, der normalerweise kaum Sport treibt, nicht etwas zu viel Energie sei. Vermutlich war das auch der Fall, es sei denn, ich hätte mich gleich richtig an die Dosierung herangetastet. Ich trank folglich meinen Kaffee, auch Bullet-Proof-Coffee genannt, mit 3 vollen Esslöffeln MCT Öl, weil man das eben in Amerika so macht. Das Ergebnis: Ich war den ganzen Tag über hellwach, hatte Energie und fühlte mich wohl, wenn auch irgendwie nervös. Tatsächlich spürte ich auch etwas mehr Durchhaltevermögen beim Laufen. Den inneren Schweinehund wurde ich dadurch aber trotzdem nicht los. Nachdem ich auch die nächsten zwei Tassen Kaffee mit MCT Öl getrunken hatte, ging es mir nicht mehr allzu gut. Ich hatte Bauchschmerzen und Herzklopfen, fühlte mich aufgekratzt und nervös, weswegen ich am nächsten Tag pausierte. Wohl auch deswegen, weil mir das Einschlafen ungeheuer schwer fiel.

MCT Öl gehört inzwischen zu meinem Alltag, wenn ich denn Sport treibe. Denn dann bin ich überzeugt davon, dass die Energie schnell freigesetzt wird und auch lange anhält. Ich habe die Dosierung allerdings herabgesetzt, vermutlich war das genau richtig. Auch trinke ich das Öl nicht mehr zusammen mit Kaffee, da es bei mir immer ein wenig Herzklopfen verursacht und in meinen Augen einfach „zu viel“ Power ist. Womöglich ist nicht das MCT schuld, sondern einfach die Kombination und mein ohnehin hoher Blutdruck, weswegen ich eigentlich gar keinen Kaffee trinken dürfte. Ich gebe das MCT Öl mit 1-2 Esslöffeln über mein Müsli am Morgen oder in meinen Smoothie vor dem Sport. So komme ich fit durch den Tag, fühle mich wach, ausgeruht und energiegeladen.

Ich persönlich kann festhalten, dass MCT Öl eine tolle Nahrungsergänzung ist, vor allem für Menschen, die sportlich aktiv sind oder anstrengende Tage durchleben. Natürlich habe auch ich Gewicht verloren. Da ich das MCT Öl mit Sport kombiniert habe, kann ich schwer belegen, dass mir das MCT dabei geholfen hat. Ich gehe aber davon aus, denn was definitiv ausblieb – und das war bei mir sehr auffällig – waren die Heißhungerattacken nach dem Sport. MCT hemmte also meinen Appetit, ohne dass ich dabei die Lust am Essen verloren hätte. Aber ich hatte nicht mehr das Bedürfnis nach einer großen Portion Spagetti Bolognese nach dem Joggen und das war wohl das Ausschlaggebende.

 

Was ist MCT Öl?

Das Interesse an MCT Ölen wächst kontinuierlich und immer mehr Menschen werden auf diverse Produkte aus dem Netz aufmerksam. Der Grund dafür ist nicht jedem bewusst, weswegen ich dir in diesem Buch eine möglichst präzise Einweisung in das Thema bieten möchte. Möglicherweise kann MCT auch dir helfen oder dich in deinem, wie auch immer dieses aussehen mag, Vorhaben unterstützen. Zunächst geht es daher um die Frage, was MCT Öl überhaupt ist.

MCT steht für „medium-chain-triglycerides“, zu Deutsch: Mittelkettige Triglyceride. Triglyceride sind einfach nur Fettsäuren und diese befinden sich im MCT Öl. In sehr vielen Fällen geht es während einer Einnahme um das Verlieren von Gewicht, also das Abnehmen. Anderen, vor allem im Leistungssportbereich, geht es um die Erhöhung ihrer Energie und Leistungsbereitschaft. Sie wollen ihren Fokus erhöhen, den Stoffwechsel ankurbeln und dadurch mehr Leistung bringen. So ist das MCT Öl überwiegend im sportlichen Bereich bekannt und scheint eine perfekte Ergänzung zu sein, wenn man durch den Sport abnehmen möchte. Doch von Anfang an:

Mittelkettige Triglyceride, also Fette, kommen in verschiedenen Lebensmitteln vor. So etwa in Kokosnussöl, welches auch der Ursprung des MCT Öls ist. Die mittelkettigen Triglyceride haben jedoch den Vorteil, dass sie anders verstoffwechselt werden, als es bei den LCT, den langkettigen Triglyceriden, der Fall ist. Diese kommen ebenfalls in den Lebensmitteln vor, leider auch häufiger. MCT Öl enthält sehr viele mittelkettige Fettsäuren, was für den Körper sehr viele gesundheitliche Vorteile hat. Triglycerid bedeutet dabei einfach nur Fett. Diese Fette werden in die jeweiligen Zellen transportiert und für die Energiegewinnung verbrannt. Alternativ – wer kennt es nicht – werden die Fette aber auch in Form von Körperfett gespeichert. Dann sitzen die Fette auf den Hüften, dem Po oder gerne auch am Bauch.

Die Triglyceride werden nach ihrer chemischen Struktur benannt. Um es genauer auszudrücken, beschreiben sie die Länge der Fettsäureketten. Immerhin bestehen alle Triglyceride aus einem Glycerin-Molekül und jeweils drei Fettsäuren. Die meisten Fette bestehen aus langkettigen Fettsäuren. Sie enthalten meist zwischen 13 und 21 Kohlenstoffe. Die kurzkettigen Fettsäuren haben dabei etwas unter 6 Kohlenstoffatome. Die mittelkettigen Triglyceride haben eine Kettenlänge von etwa 6 bis 12 Kohlenstoffatome.

 

Die wichtigsten mittelkettigen Fettsäuren sind:

  • C6 – Capronsäure oder Hexansäure.
  • C8 – Caprylsäure oder Octansäure
  • C10 – Caprinsäure oder Decansäure
  • C12 – Laurinsäure oder Dodecansäure

Wir sprechen hier also von einer ganz besonderen Art von Fettsäuren, die für unseren Körper gesund sind. Tatsächlich fehlen in unserer modernen und westlichen Ernährung die MCT Fette, sodass wir diesen Mangel eigentlich ausgleichen sollten. Unser Körper kann die kürzeren Fettsäuren viel einfacher brechen und der Mensch ist auf diese Versorgung eigentlich schon von Geburt an angewiesen. So sind sie wichtig für die Entwicklung des Gehirns und für die Energieversorgung im Allgemeinen. Kein Wunder also, dass MCT bereits in der Muttermilch enthalten und auch in Ersatzpräparaten ein Bestandteil ist. Ehe wir nun aber auf die echten und synthetischen Varianten der MCT Öle eingehen, sollten wir die Unterschieden zwischen Kokosöl und MCT Öl klären.

 

Kokosöl und MCT Öl – Unterschiede

Die Frage, ob denn nicht auch einfaches Kokosöl ausreichend sei, wenn es um die optimale Versorgung von MCT geht, ist durchaus berechtigt. Immerhin besteht Kokosöl zu einem sehr großen Teil aus mittelkettigen Fettsäuren. Aber: Eben nur zu einem Teil, denn eigentlich sind im Kokosöl überwiegend 12-kettige Laurinsäuren enthalten. An dieser Stelle lässt sich nun streiten, ob C12 nicht auch noch zu den mittelkettigen Fettsäuren gehört. Trotzdem ist der Sprung zu den langkettigen Triglyceriden nicht mehr groß, sodass wir nicht mehr von MCT sprechen können. Leider enthält Kokosöl weit mehr als 50% Laurinsäure. Zwar sprechen wir auch hier von für den Körper nützlichen und wichtigen Fetten, dennoch ist der Anteil an mittelkettigen Fettsäuren sehr gering. Und diese sind es nun mal, die für die Energiegewinnung wichtig sind.

Hochwertiges MCT Öl ist also im Endeffekt leistungsfähiger, auch wenn im Kokosöl ebenfalls mittelkettige Triglyceride enthalten sind. Wer seinem Körper schon jetzt etwas Gutes tun möchte, der kann MCT Öl und Kokosöl miteinander kombinieren und in seine Ernährung einbinden. Kokosöl kann nämlich wahnsinnig vielseitig in die tägliche Nahrungsaufnahme integriert werden. So eignet sich Kokosöl zum Backen, Anbraten, aber auch im kosmetischen Bereich. Kokosöl liefert reichlich Laurinsäure, MCT Öl hingegen kümmert sich um die Versorgung mit wichtiger Caprylsäure und Caprinsäure. Eine perfekte Kombination also, um sich selbst fit zu halten, oder seine Leistung zu pushen. Wie du MCT Öl in deine Ernährung einbauen kannst, erfährst du etwas später im Verlauf dieses Buches, wenn ich dir ein paar tolle Rezepte zum Nachmachen und Ausprobieren zeige.

 

Besonderheiten und Vorteile für die Gesundheit

Wie bereits angesprochen, gibt es synthetische Varianten der MCT Öle, aber auch natürliche Produkte. Natürliche mittelkettige Fettsäuren finden wir nicht nur im Kokosöl, sondern auch im Palmkernöl oder im Milchfett. Wer bewusst seine Ernährung auf MCT einstellt, der kann auch auf einige Lebensmittel zurückgreifen. Aber auch hier sollte erwähnt werden, dass die gesunden und mittelkettigen Fettsäuren immer nur einen Teil des Gesamtfettes im Produkt ausmachen. Bei Kokosnussöl gehören 15% des gesamten Fettes zu den mittelkettigen Fettsäuren, bei Palmkernöl sind es immerhin noch 8% und bei Käse, Butter und Milch, nur noch 7%. Auch Joghurt kann mit 6% Anteil MCT seinen Beitrag leisten. Eine Menge, die wir nicht unbedingt mit körperlichen Reaktionen in Verbindung bringen. So fühlen wir uns nicht leistungsstärker, nur, weil wir ein Stück Käse gegessen haben. Hierfür ist die Menge einfach zu gering.

Fett ist immer noch ein wesentlicher Bestandteil der Existenz und des Wohlbefindens und ja, der Körper braucht und liebt vollwertige Fette. Aus diesem Grund sollten auch Oliven, Kokosnüsse, Nüsse oder Avocados auf dem Speiseplan stehen und selbst Fisch gehört hin und wieder auf den Tisch. MCT Öl ist hingegen das gesündeste und derzeit beliebteste Produkt, denn hier spürt man die Leistungssteigerung direkt nach der Einnahme. Zumindest, wenn man den vielen Erfahrungsberichten aus dem Netz Glauben schenken kann. Trotzdem ist erwiesen, dass MCTs die effizientesten gesättigten Fette darstellen, wenn es um die Energieproduktion geht. Mittelkettige Fettsäuren bilden im Körper sogenannte Ketonen, also Energiemoleküle. Und die werden für den Körper zwingend benötigt. Und ja, einen ähnlichen oder gleichen Effekt erzielt auch Zucker, nur, dass wir uns hier nicht erst über die gesundheitlichen Aspekte von Zucker unterhalten müssen.

Ein hochwertiges MCT Öl hat ein paar wesentliche Besonderheiten und Merkmale, welche von vielen Menschen geschätzt werden:

  1. MCT Öl ist geschmacks- und geruchslos. Das Öl wird während der Herstellung gebleicht und desodoriert, sodass der Geschmack und der Geruch herausgefiltert werden. Dies erleichtert die Einnahme und macht es so vielseitig einsetzbar. Im Smoothie oder Kaffee schmeckt man MCT Öl nicht mehr.

 

  1. MCT Öl ist flüssig: Anders als Kokosöl ist MCT Öl dauerhaft flüssig und auch das erleichtert die Verwendung. Dies hat den Grund, dass MCT Öl einen niedrigeren Rauchpunkt hat, als es bei Kokosöl der Fall ist. Vor der Anwendung braucht man das Öl also nicht erhitzen, sondern kann es direkt in den Smoothie geben.

 

  1. MCT Öl verwandelt sich schnell in Energie: Es dauert nicht lange, ehe das MCT im Körper in Energie umgewandelt wird. Um diese Wirkung abzuschwächen, kann das Öl mit Kokosöl oder anderen Ölen vermengt werden.

 

  1. MCT Öl ist gut löslich: Im Wasser, oder in anderen Flüssigkeiten, kann sich das MCT Öl gut auflösen und schwimmt nicht dauerhaft an der Oberfläche. Dies liegt an der geringen Größe der Kohlenstoffmoleküle.

Ja, die Merkmale von gutem MCT Öl sind herausragend und damit perfekt, um sie für jeden verwendbar zu machen. Das Öl ist flüssig und dünn genug, um sich im Wasser zu lösen, es schmeckt nach nichts und riecht auch nicht. Spürbar wird das Öl erst dann, wenn es sich im Körper in Energie umwandelt. Was braucht es mehr, um scheinbar unauffällig seine Energie zu steigern?

 

Inhaltsstoffe und Kalorien

Wir wissen nun, dass MCT in der Lage ist, eine Ketose auszulösen. Das bedeutet, dass die mittelkettigen Fettsäuren im Öl direkt Energie freisetzen können. Ein toller Effekt, da sich die Fette gar nicht erst in den Körperzellen festsetzen können. Dazu gibt es schlicht keine Zeit und das ist auch gut so. Auch wissen wir nun, dass die mittelkettigen Fettsäuren wasserlöslich sind und vom Blut gleich in die Leber transportiert werden können. Im Anschluss findet die Ketose statt. Wenn man das Öl zum Abnehmen verwenden möchte, kann es bei einer kohlenhydratarmen Ernährung dazu kommen, dass die Energie aus den bereits angelegten Fettreserven gezogen wird. Eben das, was wir uns alle wünschen, oder? Sehr viele Menschen spüren in diesem Zusammenhang ein paar Nebenwirkungen, welche jedoch auf diesen Vorgang im Körper zurückzuführen sind und später noch behandelt werden.

MCT Öl besteht überwiegend aus Caprylsäure und Caprinsäure. Caprylsäure, auch bekannt als C8, macht etwa 12% der MCTs im Kokosöl aus. Sie besitzen stark antimikrobielle Eigenschaften und sind besonders für den Darm gut. Auch ist sie die effizienteste Fettsäure und das Hauptfett des MCT Öls. Caprinsäure, bezeichnet als C10, wird ziemlich schnell in Ketone umgewandelt, ähnlich schnell wie C8. Caprinsäure macht rund 10% der MCTs im Kokosöl aus. Sollte das Öl abgestanden schmecken oder im Hals kribbeln, so kann dies an der Caprinsäure liegen, die vielleicht etwas zu stark vorhanden ist. Generell schmeckt man die Caprinsäure aber nicht raus, da hiervon viel zu wenig enthalten ist. Genauer gesagt sind es nicht einmal 1% der gesamten MCTs im Kokosnussöl.

Rund 77% der MCTs im Kokosöl besteht aus Laurinsäure, welche eher langkettige Triglyceride darstellt und einen langsameren Stoffwechselprozess hat. So wird immer noch darüber diskutiert, ob Laurinsäure ein MCT ist, oder nicht. In einem hochwertigen MCT Öl sollte Laurinsäure aus diesem Grund auch nicht zu finden sein, davon haben wir im Kokosöl schließlich genug.

Merke: Je kürzer die Kohlenstoffkette, umso effizienter kann MCT in Energie umgewandelt werden. Je länger die Ketten sind, umso langsamer werden sie abgebaut.

 Herkunft und Herstellung

Natives Bio Kokosöl kann nicht mit den MCT Ölen verglichen werden und auch die Herstellungsprozesse unterscheiden sich deutlich. Bei der Herstellung von MCT Ölen wird Palmkernöl oder Kokosöl mit diversen Enzymen behandelt. Diese bestehen aus gentechnisch veränderten Mikroorganismen, etwa Schimmel. Die Enzyme, welche auch als Lipasen bezeichnet werden, spalten die natürlichen Fette. So können ein Molekül Glycerin, sowie drei freie Fettsäuremoleküle entstehen. Die freien Fettsäuren werden anschließend destilliert und mittels Vakuum isoliert.

Die Caprylsäure und die Caprinsäure, die beiden Hauptbestandteile des MCT Öls, werden mit Hilfe der Destillation angereichert.

Jetzt besteht das MCT Öl zu 98% aus diesen beiden Fettsäuren, die anderen kommen nur noch in Spuren vor, also mit weniger als 1 Prozent. So wird man auch die Laurinsäure nicht mehr wirklich im MCT finden, auch wenn sie der Hauptbestandteil von Kokosnussöl ist. Hier finden wir den wohl größten Unterschied zum Kokosöl. Allerdings können die MCT Öle, egal aus welchen Hauptölen sie hergestellt werden, nicht mehr als natürliches oder natives Öl bezeichnet werden. So kann zwar das Kokosöl beispielsweise in BIO-Qualität oder unbehandelt, gekauft werden, das daraus gewonnene MCT Öl hat diese Eigenschaften aber verloren. Schuld ist die gentechnische Gewinnung und Verarbeitung, sodass es sich nicht mehr um Bio-Produkte oder Rohkost handelt. 

Wir sprechen also von einem chemischen Verfahren, welches aber schon sehr lange bekannt ist. Einigen sagt womöglich der Begriff Hydrolyse etwas. Das Ziel ist es also immer, aus dem Kokos- oder Palmöl, die kurzkettigen und langkettigen Fettsäuren herauszufiltern. Vielleicht ist es nun auch verständlich, weswegen MCT Öl, im Vergleich zum Kokosöl, teurer in der Anschaffung ist. Es gibt kein natürliches Lebensmittel, welches eine solch hohe Konzentration an mittelkettigen Fettsäuren aufweist.

Natur Zentrum Autoren

Herbert Havera

Herbert Havera

 

Herbert Havera ist Autor und beschäftigt sich schon seit mehreren Jahren mit der Thematik Ernährung/ Gesundheit. In seiner Recherche sind mehrere Stunden an Arbeit geflossen bzw. stehen wir generell im engen Kontakt mit Forschungseinrichtungen, Mediziner und Anwendern. Dank der wertvollen Informationen aus unserem Netzwerk, sind wir in der Lage stets fundierte Informationen rund um Heilmittel bieten, die uns die Natur freiwillig anbietet. Der enorme Vorteil von Naturheilmitteln ist, dass sie meistens frei von Nebenwirkungen sind. Dennoch dürfen sie nicht hemmungslos konsumiert werden. Wir klären Sie darüber auf, welche Tagesdosis unbedenklich, ideal und nicht mehr gesund ist. Denn wie Paracelsus schon sagte: „Nichts ist Gift, alles ist Gift – alleine die Dosis macht das Gift“.  Wir bieten Ihnen Informationen stets nach einer fundierten Recherche. Wir forschen intensiv nach den neuesten Studien, in denen sich die Naturheilmittel unter strengen Tests bewähren mussten. Und wo sich ein angepriesenes Mittel nachweislich als Mummenschanz und Quacksalberei entpuppt hat, lassen wir Sie das ebenfalls wissen. 

R.S. Autor

R.S. Autor

Unser Autor R. S. ist Diplom Medienwirt (M.A.) und hat an der Universität Siegen studiert. Durch Zusatzqualifikationen zum Maschinenbautechniker und technischen Redakteur konnte er sich ein umfassendes Wissen rund um Maschinen, Anlagen und Sensoren aneignen. Sein Hauptberuf ist das Verfassen von Betriebsanleitungen, Arbeitsbeschreibungen, Produktdatenblätter und Informationsbroschüren. Die dort notwendigen Qualifikationen der genauen Recherche und der verständlichen Formulierung setzt er auch gewinnbringend bei seiner Autorentätigkeit ein. 
Die freiberufliche Autorentätigkeit übt er seit 2013 aus. Die genaue Recherche von Informationen, das Aufbereiten von Sachverhalten und die Formulierung zu gut lesbaren Texten ist ihm eine Leidenschaft. Zum Thema „Manuka Honig“ ist Herr S. über seine Freiberuflichkeit gestoßen und konnte bereits hunderte gut recherchierter und exzellent formulierter Texte zu diesem Thema abliefern. Glasklare, unmissverständliche Informationen, gewürzt mit interessanten Hintergrund-Informationen, pfiffigen Tipps und einer kleinen Prise Wortwitz sind das Rezept, welche die Texte von Herrn S. so erfolgreich machen. Wir arbeiten seit zwei Jahren mit Herrn S. zusammen und freuen uns nach wie vor jedes Mal auf´s Neue auf seine Beiträge. 

Quellenangabe

Franz v. Bruchhausen u. a. (Hrsg.): Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis. 5. Auflage, ISBN 978-3-642-63389-8, S. 1059 f.

Jenifer A. Heydinger, Dilip K. Nakhasi: Medium Chain Triacylglycerols. In: Journal of Food Lipids. 3(4), 1996, S. 251–257, doi:10.1111/j.1745-4522.1996.tb00072.x.

Infos zu technischen Eigenschaften des MCT-Öls vom 6. Juli 2012

Tosiaki Aoyama et al.: Research on the nutritional characteristics of medium chain fatty acids. In: J. Med. Invest. 54(3-4), 2007, S. 385–388, PMID 17878693.

H.R. Schoen: Chylöse Ergüsse in der Brust- und Bauchhöhle. In: Langenbecks Archiv für Chirurgie 325(1), 1969, S. 118–126, doi:10.1007/BF01255898.

G. L. Jensen et al.: Dietary modification of chyle composition in chylothorax. In: Gastroenterology. 97(3), 1989, S. 761–765, PMID 2502466.

A. P. Desai et al.: Evidence for medium chain triglycerides in the treatment of primary intestinal lymphangiectasia. In: Eur. J. Pediatr. Surg. 19(4), 2009, S. 241–245, doi:10.1055/s-0029-1216389.

K. L. Klenoff-Brumberg, L. G. Genen: High versus low medium chain triglyceride content of formula for promoting short term growth of preterm infants. In: Cochrane Database Syst. Rev. 2003, (1): CD002777, doi:10.1002/14651858.CD002777.