Cannabisöl

Gegen Krebs, Wirkung, Erfahrungen | Wo kaufen?

Cannabisöl (CBD Öl) ist ein Öl, das den Wirkstoff Cannabidiol enthält. Dieser zählt zur Gruppe der Cannabinoide, ist also ein Bestandteil der Cannabispflanze. Im Gegensatz zu Tetrahydrocannabinol (THC) hat Cannabidiol keine berauschende oder psychoaktive Wirkung. Es soll jedoch andere gesundheitsfördernde Effekt haben und unter anderem angstlösend, entspannend, leicht schmerzlindernd und entzündungshemmend wirken. Viele Mediziner und Wissenschaftler setzen große Hoffnungen in den Wirkstoff, seine Wirkungen sind allerdings noch nicht alle durch Studien bestätigt. 

Hier besteht noch weiterer Forschungsbedarf. Dennoch erfreut sich CBD Öl seit einiger Zeit immer größerer Beliebtheit – nicht zuletzt deshalb, weil Sie es legal kaufen können.

Cannabisöl kaufen

Wer CBD Öl oder Cannabisöl kaufen möchte, sollte bei der Auswahl des Produkts und vor allem des Händlers auf bestimmte Dinge achten. Denn wie bei allen Erzeugnissen, die aus der Cannabispflanze gewonnen werden, stellt sich auch hier die Frage nach der Legalität.

 

Legal

Cannabisöl (oder korrekt: CBD Öl) darf hierzulande gekauft werden, der Erwerb ist also legal. Das gilt jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen. Wir können Ihnen zB das CBD Öl von Hanfosan wärmstens weiterempfehlen: https://www.hanfosan.de/cbd-oel.html 

 

Wo kaufen?

Sie können qualitativ hochwertiges Cannabisöl vereinzelt in Drogerien oder Reformhäusern, vor allem aber in Apotheken kaufen. Dort ist es jedoch häufig nicht vorrätig, sondern nur auf Bestellung erhältlich. Deutlich preisgünstiger ist der Kauf in einem auf CBD Öl spezialisierten Online-Shop. Hier ist jedoch darauf zu achten, dass es sich um einen seriösen Händler handelt. Dieser sollte das Öl selbst produzieren oder mit vertrauenswürdigen Herstellern kooperieren. Besonders zu empfehlen sind Produkte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Öle aus diesen Ländern werden größtenteils in Bio-Qualität, nachhaltig und schonend hergestellt. Auch Produkte aus den Niederlanden und osteuropäischen Staaten wie Ungarn, Polen oder Tschechien weisen oft eine gute Qualität auf.

 

Worauf muss man beim Kauf achten?

Nicht bei allen Produkten, die unter der Bezeichnung „Cannabisöl“ beworben und verkauft werden, handelt es sich tatsächlich um das hierzulande legale CBD Öl. Denn der Name Cannabisöl wird teilweise auch für Erzeugnisse verwendet, die nicht die strengen Kriterien eines legalen und hochwertigen Öls erfüllen. So wird CBD Öl aus der Hanfpflanze hergestellt. Ein Produkt mit der Bezeichnung „Cannabisöl aus Hanfsamen“ ist demnach kein CBD Öl. Hierbei handelt es sich vielmehr um ein sogenanntes Hanföl, eine Bezeichnung, die oft (und fälschlicherweise) mit Cannabisöl / CBD Öl synonym verwendet wird. Hanföl besitzt keine der gesundheitsfördernden Wirkungen von Cannabisöl. Stattdessen eignet es sich jedoch sehr gut als Zutat in der Küche, zum Beispiel zum Würzen oder im Salat.

Darüber hinaus sollte das Cannabisöl Bio-Qualität haben, worauf das grüne EU-Bio-Siegel hindeutet. Hochwertiges Öl sollte weder Farb- noch Aromastoffe und auch keine Konservierungsstoffe enthalten. Achten Sie unbedingt auf die weiteren Angaben auf dem Etikett. Wenn hier vollmundige Versprechungen über die „heilende“ Wirkung des Öls gemacht werden, sollten Sie misstrauisch werden und das Produkt im Zweifel nicht kaufen. Denn CBD Öl ist zwar als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen, nicht jedoch als Heilmittel. Eine solche Aussage bzw. Bezeichnung ist nicht nur unseriös, sie verstößt auch gegen das sogenannte Heilmittelwerbegesetz (HWG). Hersteller, die hier nicht korrekt sind, könnten auch bei der Produktqualität weniger streng sein.

 

Ist Cannabisöl legal in Deutschland, Schweiz und Österreich?

Ja. In allen drei deutschsprachigen Ländern ist Cannabisöl legal. Unterschiede gibt es jedoch in dem maximal erlaubten THC-Gehalt des Öls. In Deutschland darf dieser 0,2 % nicht überschreiten. In Österreich liegt der Grenzwert bei 0,3 % und in der Schweiz bei 1,0 % (alle Werte Stand: Dezember 2019). Beachten Sie diese Grenzwerte unbedingt, wenn Sie Öl aus anderen Ländern einführen möchten.

 

Kann man es in Holland kaufen?

Auch in den Niederlanden ist Cannabisöl erhältlich. Das deutsche Nachbarland gilt als sehr liberal im Umgang mit Cannabis. So war Holland (vor den USA) das erste Land auf der Welt, dass sowohl den Konsum als auch den Besitz von Marihuana für den privaten Gebrauch tolerierte. Bei CBD Öl ist das ähnlich, jedoch liegt der maximal erlaubte THC-Gehalt hier – genau wie in Deutschland – bei 0,2 % (Stand: Dezember 2019).

Darreichungsformen

Die gängige Darreichungsform von Cannabisöl ist die flüssige Form. Achtung: Wie jedes Öl reagiert auch Cannabisöl empfindlich auf Wärme und direkte Sonneneinstrahlung. Um es vor diesen Einflüssen zu schützen, ist es üblicherweise in Glasflaschen aus Braun- oder Grünglas abgefüllt. Bewahren Sie das Öl am besten an einem kühlen, lichtgeschützten Ort auf. Achten Sie darauf, die Flasche immer fest zu verschließen. So verhindern Sie, dass Sauerstoff das Öl oxidieren lässt und dadurch seine wertvollen Inhaltsstoffe unwirksam macht. 

Alternativ gibt es Cannabisöl in Kapselform. Hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe, Herstellung und Wirkung unterscheiden sich die Darreichungsformen nicht. Beide haben ihre Vorteile:

Kapseln sind in der Regel einfacher einzunehmen als flüssiges Öl und eignen sich deshalb besonders gut für die Einnahme unterwegs. Sie haben auch nicht dessen leicht bitteren Eigengeschmack. Die Dosierung ist einfach und es ist möglich, CBD in einer einzigen Kapsel mit anderen Wirkstoffen zu kombinieren. Allerdings geht die Einnahme von Kapseln mit einer verzögerten Wirkung einher. Bis sich die Zellstoffhüllen im Magen auflösen und deren Inhalt über die Magenschleimhaut in den Blutkreislauf gelangt, dauert es deutlich länger, als wenn das Öl direkt über die Mundschleimhaut absorbiert wird.

Zur äußeren Anwendung ist CBD Öl auch als CBD Creme oder Salbe erhältlich. Sie versorgen die Haut nicht nur mit Feuchtigkeit und pflegen die Haut, wie andere Hautcremes. Darüber hinaus können sie Schmerzen lindern und die Wundheilung unterstützen. Deshalb eignet sie sich sehr gut zur Anwendung auf geröteten Hautstellen oder bei Schuppenflechte. Manchmal wird CBD Creme auch als Anti-Aging-Salbe verwendet, da sie die Haut glatter und das Hautbild insgesamt besser erscheinen lässt.

Cannabisöl Erfahrungen

Die Erfahrungsberichte, die in einschlägigen Internetforen und in sozialen Netzwerken zu lesen sind, sind in der Regel positiver Natur. Viele Anwender und Anwenderinnen berichten von günstigen Wirkungen des Cannabisöls auf ihr Schlafverhalten oder ihre Schmerzsymptomatik. Letztere bezieht sich häufig auf Menstruationsbeschwerden oder Migräne. Die Linderung dieser Schmerzen trägt zu einer deutlich verbesserten Lebensqualität der Betroffenen bei.

 

Die Erfahrungen von Anwendern und Anwenderinnen geben auch Auskunft darüber, wie schnell und wie lange Cannabisöl wirkt. Demnach erfolgt der Wirkeintritt nahezu sofort. Unmittelbar nach der Einnahme lassen Krämpfe und Schmerzen nach und der Wirkstoff entfaltet seine angstlösende und beruhigende Wirkung. Frauen, die Cannabisöl zur Linderung von Regelschmerzen mit der Tampon-Methode anwenden, berichten von einer spürbaren Besserung nach etwa 30 Minuten.

Diese Wirkung soll 6 bis 7 Stunden anhalten – vorausgesetzt, die Dosierung stimmt. Im Falle der Tampon-Methode sind es etwa 10 Tropfen einer 5 bis 10%igen Konzentration. Grundsätzlich gilt: Die Wirkungsdauer ist umso länger, je höher die CBD-Konzentration des Öls und die konsumierte Menge ist. Die CBD-Tampons lassen sich einfach selbst herstellen und in absehbarer Zeit wahrscheinlich auch legal im Handel kaufen. Das Interesse in der Wirtschaft und Wissenschaft ist jedenfalls groß: Derzeit läuft eine Studie an der Harvard Medical School mit 400 Studienteilnehmerinnen zur Wirksamkeit der Tampons.

 

Wirkung und Anwendung

Die Wirkung von Cannabisöl ist noch nicht vollständig erforscht. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass CBD ein breites Wirkspektrum hat und unter anderem

  • entzündungshemmend wirkt
  • antibakteriell wirkt
  • freie Radikale fängt und die Zellen vor oxidativem Stress schützt
  • den Serotonin-Stoffwechsel beeinflusst

Cannabidiol ist in der Lage, an verschiedenen Rezeptoren zu binden und dadurch unterschiedliche Wirkungen hervorzurufen. Stimuliert es beispielsweise die Vanilloid-Rezeptoren Typ 1 und Typ 2, die mit der Schmerzweiterleitung zu tun haben, verringert sich bei Anwendern das Empfinden von Schmerzen.

CBD kann auch auf Adenosin wirken. Der Wirkstoff blockiert die Ausschüttung von verschiedenen Neurotransmittern wie Dopamin oder Noradrenalin und weitet die Blutgefäße. Cannabidiol verstärkt die Wirkung von Adenosin und geht mit einer entzündungshemmenden Wirkung einher.

Auch eine Bindung an den 5-HT1A-Rezeptor ist möglich. Dieser sogenannte Serotonin-Rezeptor trägt zur Regulierung der Körpertemperatur bei und unterstützt Lernprozesse. Die Wirkstoffe bestimmter Medikamente wie SSRI oder MAO-Hemmer, die zur Behandlung von Angstzuständen oder Depressionen zur Anwendung kommen, aktivieren diesen Rezeptor.

Angesichts des breiten Wirkspektrums von CBD wird Cannabisöl bei sehr unterschiedlichen Erkrankungen und Beschwerden eingesetzt.

 

Gegen Krebs

Etwa jeder zweite Mensch erkrankt im Laufe seines Lebens an Krebs. Entsprechend groß sind die Bemühungen der Wissenschaft, wirksame Therapien zu finden. In diesem Zusammenhang scheint auch Cannabisöl ein hoffnungsvoller Kandidat zu sein. So gibt einige Studien, die auf eine Wirkung von CBD Öl gegen Krebs hindeuten, zum Beispiel gegen Lungenkrebs [1, 2], Brustkrebs [3], Bauchspeicheldrüsenkrebs [4] oder bösartige Tumore der Mundschleimhaut [5].

Die Annahme, dass das Öl ein Krebsheilmittel sei, ist jedoch längst nicht bewiesen und deshalb zum jetzigen Zeitpunkt nicht haltbar. Hier besteht noch erheblicher Forschungsbedarf. Abgesehen davon, ist es ein weiter Weg von zuverlässigen Befunden zur Wirksamkeit bis zur Marktreife eines entsprechenden Medikaments mit dem getesteten Wirkstoff.

Unabhängig davon kann Cannabisöl die Nebenwirkungen der Krebsbehandlung, insbesondere die einer Chemotherapie, verringern und die Beschwerden lindern. Seine beruhigende und entzündungshemmende, aber auch die leicht stimmungsaufhellende Wirkung auf den Serotonin-Haushalt kann Krebspatienten helfen, die oft anstrengende und zehrende Chemotherapie durchzustehen.

Achtung: CBD zügelt den Appetit. Für Krebspatienten, die häufig sowieso wenig essen und dadurch an Gewicht verlieren, ist das fatal. Deshalb sollte die Anwendung von Cannabisöl im Rahmen einer Krebstherapie immer nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt und unter Kontrolle der täglichen Kalorienzufuhr erfolgen.

 

Gegen Schmerzen

Die schmerzstillende Wirkung von Cannabinoiden wie CBD wurde unter anderem bei Migräne [6] und Menstruationsschmerzen beobachtet. Auch zeigten sich schmerzlindernde Effekte bei Arthritis und Fibromyalgie.

Hinweis: Cannabidiol kann vielleicht die Schmerzsymptomatik lindern. Eine Behandlung der schmerzauslösenden Ursache erfolgt mit dem Wirkstoff jedoch nicht. Deshalb sollte die Schmerztherapie mit CBD immer nur als Begleittherapie verstanden werden, die kein Ersatz für die Behandlung zur Bekämpfung der Ursache darstellt.

 

Rheuma

Einige Erfahrungsberichte von Rheuma-Patienten weisen auf die Wirksamkeit von CBD Öl auf die Schmerzlinderung bei rheumatischer Arthritis hin. Erste wissenschaftliche Studien deuten in dieselbe Richtung und berichten von statistisch signifikanten Verbesserungen der Ruhe- und Bewegungsschmerzen sowie der Schlafqualität der Patienten [7].

 

Sonstige

Es gibt noch weitere Krankheitsbilder, bei denen CBD positive Effekte zeigen. Einige Studien demonstrieren beispielsweise eine günstige Wirkung von Cannabidiol auf Epilepsie. Insbesondere bei Kindern soll der Wirkstoff die Behandlung positiv unterstützen und die Zahl der epileptischen Anfälle verringern. Dies zeigte eine israelische Studie aus dem Jahr 2014 mit Jugendlichen, bei denen eine herkömmliche Epilepsie-Behandlung nicht erfolgreich war. Nach der regelmäßigen Einnahme von CBD Öl über einen Zeitraum von mehreren Monaten sank die Zahl der epileptischen Anfälle. Gleichzeitig verbesserten sich motorische und sprachliche Fähigkeiten, Aufmerksamkeit und das Schlafverhalten der Teilnehmer [8].

Auch zum Einsatz bei Hauterkrankungen wie Akne [9] oder Neurodermitis [10] sowie Allergien gibt es in der Wissenschaft einige positive Belege.

Cannabidiol kann offenbar die Produktion von Angsthormonen bremsen und auf diese Weise angstlösend wirken. Das scheint für normale alltägliche Ängste genauso zu gelten wie für Angststörungen oder posttraumatische Belastungsstörungen [11]. Aufgrund seiner beruhigenden Wirkung kann CBD stressbedingte Gereiztheitszustände und Nervosität lindern und zu einer besseren Schlafqualität führen.

Aufgrund seiner vielen positiven Eigenschaften wird der Einsatz von Cannabisöl noch bei unzähligen weiteren Erkrankungen diskutiert, darunter Arthrose, Alzheimer / Demenz, Hepatitis, Morbus Crohn und Suchterkrankungen. Weitere Anwendungsbeispiele finden Sie hier: https://www.natur-kompendium.com/cbd-oel/ oder hier https://www.oel-cbd.com/ 

Studien

In einer Untersuchung zur Wirkung von Cannabisöl während einer Chemotherapie zeigt sich, dass eine orale Gabe von CBD mittels eines Sprays unangenehme Nebenwirkungen der Behandlung wie Übelkeit und Erbrechen lindern konnte [16].

Eine wissenschaftliche Untersuchung zur Wirksamkeit von Cannabisöl bei dem seltenen Dravet-Syndrom, das bei Kindern schwere epileptische Anfälle hervorruft, zeigte ebenfalls Erfolge.

Die Häufigkeit der Anfälle nahm unter der Einnahme des Öls im Vergleich zur Placebo-Gruppe deutlich ab [17].

Eine Studie zum Thema Rauchentwöhnung zeigte, dass CBD Öl diese positiv unterstützen kann. An der Untersuchung nahmen Raucher teil, von denen die Hälfte bei jedem Drang nach einer Zigarette CBD inhalierten. Die andere Hälfte erhielt Placebos. Es zeigte sich, dass die CBD-Gruppe insgesamt weniger Lust auf Zigaretten verspürte und auch 40 % weniger Zigaretten rauchte als zuvor, während die Placebo-Gruppe keine Verhaltensänderungen zeigte [12].

In Tierversuchen zeigte CBD-Öl eine vorbeugende Wirkung gegen Diabetes und beim Menschen eine Verbesserung des Allgemeinzustands und der Schlafqualität sowie eine Verringerung der Spasmenhäufigkeit bei Multiple Sklerose [13]. Ebenfalls in tierexperimentellen Studien konnten Forscher zeigen, dass CBD die Erregungsübertragung zwischen Nervenzellen erhöhen und so einen ähnlichen Effekt wie Antidepressiva haben kann [14].

In einer Untersuchung mit Schizophrenie-Patienten verbesserte sich – im Vergleich zu einer Placebo-Kontrollgruppe – die Symptomatik und die kognitive Leistungsfähigkeit der Patienten, die neben ihrer normalen Medikation CBD erhielten [15].

Hoffnung gibt Cannabisöl auch Parkinson-Patienten, die unter Schlafproblemen leiden. Im Rahmen einer Studie verbesserte sich das Schlaf der Betroffenen unter Einnahme von CBD Öl signifikant [18].

Eine mögliche Wirkung auf Alzheimer hat sich in einer Studie an Mäusen gezeigt, deren kognitive Fähigkeiten unter der Gabe von Cannabisöl weniger schnell abbauten [19].

Nebenwirkungen

Für die Einnahme von CBD Öl sind keine spezifischen Nebenwirkungen bekannt. Das bestätigt auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Wie alle ölhaltigen Produkte kann eine Überdosierung jedoch zu Übelkeit führen. Es gibt allerdings Hinweise auf Wechselwirkungen von Cannabisöl und bestimmten Medikamenten wie Antidepressiva. Diese können darin bestehen, dass das Öl die Wirkung dieser Arzneimittel abschwächen kann. Deshalb ist es wichtig, dass Sie die Einnahme von Cannabisöl mit Ihrem Arzt absprechen, wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die beruhigende Wirkung des Cannabisöls bei hoher Dosierung zu starker Müdigkeit führen kann. Diese kann das Reaktionsvermögen und deshalb unter anderem die Fahrtüchtigkeit einschränken. Schwangere und stillende Frauen sollten grundsätzlich von einer Einnahme absehen, es gibt zu wenig Studien zu den möglichen Nebenwirkungen von Cannabisöl bei diesen Personengruppen.

 

Inhaltsstoffe

Der wirksame Hauptbestandteil von Cannabisöl ist Cannabidiol (CBD). Daneben sind auch verschiedene Vorstufen des Wirkstoffs enthalten, die ebenfalls eine positive Wirkung auf den Organismus entfalten und das subjektive Wohlbefinden verbessern können. Hierzu gehören:

  • CBC (entzündungshemmend, schmerzlindernd)
  • CBDa (antiemetisch)
  • CBG (antibakteriell)
  • CBN (angstlösend)

Cannabisöl enthält darüber hinaus meist hohe Mengen Omega 3- und Omega 6-Fettsäuren, sowie die Vitamine B1, B2 und E. Außerdem befinden sich Phenole und Flavonoide im Öl, darunter Caryophyllen, Limonen, Linalool, Pinen und Terpineol, die für den Geruch und Geschmack des Öls verantwortlich sind. Das Aroma von CBD Öl lässt sich am besten mit frisch gemähtem Gras oder Heu vergleichen. Er ist sehr intensiv und ist nicht jedermanns Sache. Mit einem guten Trägeröl lässt sich der „Grasgeschmack“ jedoch etwas reduzieren. Deshalb gibt es viele Cannabisöle auf einer Walnussöl-Basis.

Wichtig: Allergiker sollten darauf achten, mit welchem Trägeröl das CBD verdünnt wurde. Wählen Sie bei einer bestehenden Allergie (z. B. Erdnussallergie) ggf. ein anderes Produkt.

Einnahme und Dosierung

Cannabisöl kann inhaliert werden, wozu jedoch ein Verdampfer notwendig ist. Alternativ lässt es sich als Badezusatz oder für Inhalationsbäder verwenden. Die häufigste Einnahmeform ist die orale Einnahme des Öls. Am einfachsten ist es, die gewünschte Anzahl Tropfen Öl auf die Schleimhäute unterhalb der Zunge zu geben. Wer den Geschmack nicht mag, kann das Öl alternativ auf ein Stückchen Brot tropfen. Das neutralisiert den Geschmack des Öls, verlängert aber die Zeit, bis es in den Blutkreislauf gelangt und seine Wirkung entfalten kann.

 

Wie hoch die Dosierung sein soll, hängt vor allem von dem CBD-Gehalt des Cannabisöls und dem Körpergewicht des Anwenders ab. Hier ist es ratsam, den Empfehlungen des Herstellers zu folgen. Als grobe Orientierung können die Richtwerte in der folgenden Tabelle dienen, die exemplarisch für 5%iges Öl aufgelistet sind:

Stärke der Beschwerden Anfangsdosis Spätere Dosierung
Leicht Tag 1-7: jeweils 3 Tropfen morgens und abends ab Tag 8: jeweils bis zu 8 Tropfen morgens und abends
Mittel bis schwer Tag 1-14: jeweils 3 Tropfen morgens und abends Ab Tag 15: dreimal täglich 5 Tropfen

Die Dosierung ist natürlich auch abhängig von dem Körpergewicht einer Person. Zwar gelten die meisten Angaben zur Dosierung für einen großen Bereich (meist 60 bis 90 Kilogramm), doch wer mit seinem Körpergewicht außerhalb dieses Bereichs liegt, sollte eine Anpassung der Dosis erwägen.

Grundsätzlich reicht für leichte Beschwerden ein CBD-Anteil von 5 bis 10 % aus. Mittelschwere Symptome sind mit einer 15%igen Lösung gut beraten. Und für massive Beschwerden darf die Konzentration noch höher sein. Wichtig: Bei einem Anteil von über 5 % sollte die Einnahme nur nach ärztlicher Absprache bzw. unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

 

Herstellung

Cannabisöl wird aus dem reifen Hanf hergestellt. Zunächst werden die Samenkapseln der Hanfpflanze mit einem Drescher von den übrigen Pflanzenteilen getrennt. Dann wird das Öl aus den Blüten, Blättern und Stängeln kalt gepresst und schließlich mittels Dampfdestillation das CBD extrahiert. Der Destillationsprozess ist aufwendig und bedarf präziser Einstellungen bei der Temperatur und dem Dampfdruck. Schließlich wird das CBD mit einem Trägeröl, zum Beispiel Leinöl, Sonnenblumen- oder Erdnussöl oder auch das ursprüngliche Hanföl, verdünnt.

Es gibt verschiedene Konzentrationen von Cannabisöl. Sie reichen von einem CBD-Gehalt von 3 % bis zu 48 %. Je höher der CBD-Anteil in dem Cannabisöl, desto teurer, aber auch wirksamer ist es.

 

Was ist Cannabisöl?

Cannabisöl ist ein Öl, das aus der Cannabispflanze gewonnen wird. Die korrekte Bezeichnung ist CBD Öl. Der wesentliche Inhaltsstoff von Cannabisöl ist Cannabidiol, der jedoch keine berauschende oder psychoaktive Wirkung hat. Berauschend wirkt nur das in der Cannabispflanze enthaltene THC. Dieses darf bei legal erhältlichen und frei verkäuflichen Cannabisprodukten eine bestimmte Höchstgrenze (0,2 %) nicht überschreiten. Im Vergleich dazu enthält THC-Öl einen wesentlich höheren Anteil THC und fällt deshalb unter das Betäubungsmittelgesetz. Es darf nur von Ärzten zur Behandlung von starken Schmerzen oder einigen bestimmten Erkrankungen verschrieben werden.

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Natur Zentrum Autor

Herbert Havera

Herbert Havera

Herbert Havera ist Autor und beschäftigt sich schon seit mehreren Jahren mit der Thematik Ernährung/ Gesundheit. In seiner Recherche sind mehrere Stunden an Arbeit geflossen bzw. stehen wir generell im engen Kontakt mit Forschungseinrichtungen, Mediziner und Anwendern. Dank der wertvollen Informationen aus unserem Netzwerk, sind wir in der Lage stets fundierte Informationen rund um Heilmittel bieten, die uns die Natur freiwillig anbietet. Der enorme Vorteil von Naturheilmitteln ist, dass sie meistens frei von Nebenwirkungen sind. Dennoch dürfen sie nicht hemmungslos konsumiert werden. Wir klären Sie darüber auf, welche Tagesdosis unbedenklich, ideal und nicht mehr gesund ist. Denn wie Paracelsus schon sagte: „Nichts ist Gift, alles ist Gift – alleine die Dosis macht das Gift“.  Wir bieten Ihnen Informationen stets nach einer fundierten Recherche. Wir forschen intensiv nach den neuesten Studien, in denen sich die Naturheilmittel unter strengen Tests bewähren mussten. Und wo sich ein angepriesenes Mittel nachweislich als Mummenschanz und Quacksalberei entpuppt hat, lassen wir Sie das ebenfalls wissen. 

Quellenangabe

[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21097714, abgerufen am 11.12.2019  
[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22198381, abgerufen am 11.12.2019  
[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20859676, abgerufen am 11.12.2019  
[4] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16818650, abgerufen am 11.12.2019  
[5] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20516734, abgerufen am 11.12.2019  
[6] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30152161, abgerufen am 11.12.2019  
[7] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16282192, abgerufen am 11.12.2019  
[8] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26800377, abgerufen am 11.12.2019  
[9] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25061872, abgerufen am 11.12.2019  
[10] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30993303, abgerufen am 11.12.2019  
[11] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22729452, abgerufen am 11.12.2019  
[12] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23685330, abgerufen am 11.12.2019  
[13] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21362108, abgerufen am 11.12.2019  
[14] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26711860, abgerufen am 11.12.2019  
[15] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29241357, abgerufen am 11.12.2019  
[16] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2997305/, abgerufen am 11.12.2019  
[17] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28538134, abgerufen am 11.12.2019  
[18] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24845114, abgerufen am 11.12.2019  
[19] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25024347, abgerufen am 11.12.2019 

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